Beratung und Service besser aus erster Hand

Beratung und Service besser aus erster Hand
Untersuchung in Möbelhäusern offenbarte große Defizite

Individuell wohnen ist schöner leben. Umgeben von Dingen, die uns gefallen. Im kleinen mit einem besonderen Tisch nach Maß, im großen mit der repräsentativen Einrichtungslösung. Wer die Produkte unserer Wegwerfgesellschaft als nichtssagend empfindet, wer keine Freude mehr hat an der Einrichtung aus dem Katalog, wer Qualität verlangt, der sollte seinen Tischler in der „Nachbarschaft“ aufsuchen.Er stellt seine ganze Erfahrung, sein ganzes handwerkliches Können in den Dienst seiner Kunden – und lässt diesen nicht wie im Möbelgeschäft im Dunkeln tappen. Fragt der Verbraucher beim Möbelkauf zum Beispiel nach Konstruktion, Aufbau, gesundheitlichen Aspekten oder Umweltzeichen, dann erhält er im Möbelhaus vielfach keine befriedigenden Antworten. Einer Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV), im vergangenen Jahr auf der Internationalen Möbelmesse in Köln vorgestellt, zufolge sieht es im Bereich Produktinformationen dort nämlich finster aus.
„Für Verbraucher gibt es wenig Informatives im Verkaufsraum“, erklärte Hans-Jürgen Billigmann, Konsumgüterreferent der AgV. Testkäufer in zehn nach dem Zufallsprinzip ausgewählten, großen Möbelhäusern stießen auf Verkäufer, die sich selten als kompetent in der Beratung erwiesen. Fragen zu Konstruktion und Verarbeitung wurden mehrheitlich ausweichend oder sogar – nach Ansicht der Testkäufer – unbefriedigend beantwortet. Keine besonders wichtige Rolle spielt nach den Untersuchungen das Thema Wohngesundheit in der Mehrzahl der Geschäfte. So meinten 57 Prozent der befragten Möbelkäufer auf die Frage nach möglichen Formaldehydemissionen, dass „so etwas heute kein Thema ist“.
Fazit: Nur 40 Prozent der Testkäufer attestierten den Verkäufern Kompetenz, nur 35 Prozent der Verkaufsgespräche wurden als ausführlich und informativ bewertet. Und über die Hälfte der befragten Verkäufer (53 Prozent) waren nicht in der Lage, den Testkäufern Informationsmaterial auszuhändigen. „Die Ergebnisse waren teilweise erschütternd“, fasste Hans-Jürgen Billigmann zusammen. Die Verbraucherverbände wünschen sich daher eine generelle Produktinformation für Möbel. Mit der Offenlegung wesentlicher Produktmerkmale ließen sich, so Billigmann, falsche Verbrauchererwartungen und dadurch Beanstandungen vermeiden.

Wohnträume – individuell angepasst
Warum aber erst auf den notwendigen Wandel im Handel setzen? Bis die Verkäufer ausreichend geschult und genügend Informationen erhalten, die für Verbraucher wichtig sind? Ein Möbelkunde braucht Informationen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Aus erster Hand bekommt er sie beim Tischlermeister.
In einem Prozess wechselseitigen Kennenlernens, der auch Beratung in technischen und gestalterischen Fragen beinhaltet, kann auf Dauer eine Beziehung entstehen, die dem Kunden mehr gibt, als Massenproduktion oder laienhafte Eigenarbeit es je könnten.
Der eigene Wohnbereich ist jener Teil unserer Umwelt, die jeder selbst nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten kann. Ob Junggesellenwohnung oder Lebensraum für die Familie – hier in den eigenen vier Wänden ist jeder Mensch ganz er selbst. Die Wohnungseinrichtung ist Spiegel der Persönlichkeit und Mittel der Selbstdarstellung. Jeder bestimmt durch seinen Wohnstil auch seine Beziehungen zu seinen Mitmenschen.
Diese Erkenntnis bringt immer mehr Menschen dazu, sich Gedanken über eine optimale Einrichtung ihrer Wohnung zu machen. Dabei geht es oft nicht ohne die Hilfe des Fachmanns. Der richtige Fachmann aber ist für viele der Tischler in der Nachbarschaft. Er verwendet den Werkstoff Holz und andere moderne Materialien fachmännisch, um im Rahmen handwerklicher Tradition und unter Ausnutzung des technischen Fortschritts individuelle Wohnwünsche zu verwirklichen. Er weiß, was technisch machbar ist, und verwirklicht die für unser Schönheitsempfinden auf Dauer überzeugende Lösung.
Dauerhafte Schönheit kommt nicht aus der Retorte der Marketingstrategen. Sie kann nur aus einem kulturellen Zusammenhang erwachsen, wie er im Handwerk immer noch lebendig ist. Trotz aller technischen Weiterentwicklungen hat das Tischlerhandwerk dieses kulturelle Erbe bewahrt. Seinen Erzeugnissen kann man dies ansehen: Beständigkeit, Persönlichkeit, Solidität.
Die Unersetzbarkeit qualifizierter Tischlerarbeit liegt bei solchen Aufgaben auf der Hand, die durch normierte Industriewaren nicht gelöst werden können, wo aus objektiven Gründen maßgeschneiderte Problemlösungen benötigt werden. Der gesamte Innenausbau bietet dafür zahllose Beispiele: Wandverkleidungen, Deckentäfelungen, Treppen, Wandschränke, Regalwände mit integrierten Sitzgruppen – all diese Produkte müssen millimetergenau in vorhandene Räumlichkeiten eingepasst werden. Tischler werden in diesen Fällen für die Herstellung, vor allem aber auch für den fachgerechten Einbau gebraucht.
Ihre Leistung gibt es natürlich nicht umsonst. Wer aber seine Wohnungseinrichtung nicht alle fünf Jahre auf den Sperrmüll werfen möchte, kann sogar Geld mit dem Tischler sparen. Zusammenfassend lässt sich feststellen: Tischler gestalten individuell und wertbeständig – unsere wohnliche Welt. Diese leistungsfähigen Handwerksbetriebe findet jeder ganz in seiner Nähe.