Bernhard: Gemeinsam Fußball schauen und feiern - Ruhebedürfnis der Nachbarn nicht vergessen

Bernhard: Gemeinsam Fußball schauen und feiern - Ruhebedürfnis der Nachbarn nicht vergessen

+++ Zur Fußball-WM dürfen ausnahmsweise alle Straßenlokale, Straßencafes, Bier- und Wirtsgärten bis 1.00 Uhr nachts geöffnet haben. Hier gibt es keine weiteren Einschränkungen. Bayernweit wird zudem auf etwa 150 Großveranstaltungen Fußball auf Großleinwänden übertragen (sog. public viewing). Finden solche Großveranstaltungen in Wohngebieten statt, dann gilt ein sog. Tagesmittelwert von nicht mehr als 60 dB(A). Dies erklärte Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard heute in München und rief Veranstalter, Gäste und Nachbarn zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf. "Bayern feiert mit seinen Gästen aus aller Welt. Diese vier besonderen Wochen erfordern auch ein besonderes Miteinander. Nicht nur die Veranstalter und Wirte müssen an ihre Nachbarn denken und auf ihre Gäste freundlich einwirken, wenn’s im Eifer des Gefechts zu laut werden sollte. Auch die Nachbarn sollten großzügig sein und sich auf lautere Nächte vorbereiten." Den Präsidenten des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Wiggerl Hagn hatte Minister Schnappauf bereits gebeten, mit einem entsprechenden Aufruf die Wirte zu sensibilisieren. +++
Als Anforderung für Großveranstaltungen gilt zunächst, unnötigen Lärm zu vermeiden. Nach den Worten Bernhards sollten solche Großveranstaltungen wenn möglich nicht mitten in Wohngebieten stattfinden. Wenn Fußballspiele auf Großbildleinwänden für eine große Menschenmenge dennoch in Wohngebieten übertragen werden, darf der Tagesmittelwert von 60 dB(A) beim Nachbarn nicht überschritten werden. Normalerweise gilt in der Zeit von 22 bis 1 Uhr ein Wert von 40 dB(A). Während der WM darf es mit 60 dB(A) Mittelungspegel dann vier Mal so laut sein. Bei den Spitzenpegeln sind sogar bis zu 90 dB(A) gerade noch zulässig. "Mit diesen Anforderungen sollte jubeln meist unproblematisch sein", so Bernhard. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden können entsprechend der Situation vor Ort die Regelung konkretisieren. Mit einer Fußball-WM-Lärmschutzverordnung hat Bayern die generelle Ausnahme vom klassischen Lärmschutz für die Zeit vom 8. Juni bis 13. Juli geschaffen. Sie verlängert die 'Tageszeit' für Gaststätten mit Außengastronomie und Großveranstaltungen mit Großleinwänden um 3 Stunden in die Nacht hinein. Es darf jeweils bis 1:00 Uhr nachts im Freien gefeiert werden.

Damit die vier Wochen ein Fest für alle werden, gibt das Umweltministerium folgende Tipps:
Veranstalter und Wirte
· sollten ihre Nachbarn rechtzeitig über Zeitpunkt, Art und Dauer ihrer Veranstaltung informieren,
· einen ständigen Ansprechpartner benennen,
· kleinere, gezielt auf das Publikum gerichtete Lautsprecher aufstellen und die Beschallung soweit wie möglich begrenzen
· einen Parkleitdienst einrichten
· das Personal auf rücksichtsvolles Verhalten einstimmen.
Nachbarn
· sollten bei Problemen mit Veranstalter oder Wirt das Gespräch suchen, um gemeinsam soweit wie möglich Abhilfe zu schaffen und
· für diese begrenzte Zeit, vielleicht auch einmal die Fenster zu schließen
Veranstaltungsgäste
· sollten außerhalb des Stadions auf Pressluftfanfaren und ähnliche Krachmacher verzichten und daran denken, dass nicht alle Menschen fußballbegeistert sind.
Kreisverwaltungsbehörden
· sollten bei Konflikten vermitteln,
· bei der Minimierung der Störungen mit Hilfe technischer Maßnahmen und Beratung unterstützen und
· müssen dem Veranstalter bei vermeidbaren Störungen Beschränkungen auferlegen.

Weitere Informationen: http://www.laerm.bayern.de

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