Betonstabstahl

Betonstabstahl ist auch unter dem Namen Bewehrungsstahl bekannt.

Früher nannte man ihn außerdem Moniereisen oder Armierungseisen. Er wird zur Bewehrung von Stahlbetonbauteilen eingesetzt. Nach dem Einbau betoniert man ihn in die Schalung ein. Heute benutzt man nur noch solchen Betonstahl, dessen Fließ- und Streckgrenze bei 500 N/mm2 liegt. In der DIN 1045 und DIN 488 kann man die Normen hinsichtlich des Stahls nachlesen.

In Deutschland gibt es verschiedene Arten von Betonstabstahl. Die Standardausführung ist gerippter und warmgewalzter Stabstahl mit einem Durchmesser zwischen 6 und 40 mm. Außerdem ist Betonstahl in Ringen erhältlich und in Form von Gitterträgern. In letzterem Fall kommt er als biegesteife Bewehrung für Halbfertigteilwände und -decken zum Einsatz. Eine weitere Art des Betonstabstahls ist der Bewehrungsdaraht. Mit ihm werden beispielsweise Schachtbau- oder Gasbetonteile sowie Stahlbetonrohre bewehrt. Darüber hinaus gibt es noch Betonstahlmatten in diversen Varianten.

Eine günstige und bedeutende Eigenschaft des Bewehrungsstahls ist sein Verbund mit dem Beton, der ihn umgibt. Um diesen zu verbessern, rollt man die Rippen auf oder walzt sie auf. Diese Rippen sind höchstens 4,5% hoch wie der Stabdurchmesser. Mit Hilfe der Rippen erlangt man eine lokale Verzahnung zwischen Stahl und Beton. Dadurch wird eine ideale Kraftübertragung über eine kurze Verbundlänge erzielt.

Erfunden wurde Bewehrungsstahl von dem Franzosen Joseph Monier. Als Gärtner störte es ihn, dass die Wurzeln seiner Blumen die Betonblumenkübel häufig zerstörten, weswegen er auf die Idee kam, sie mit Stahl zu bewehren. Diese Erfindung verbreitete sich allmählich und wurde ab Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch in Deutschland zunehmend verwendet.