Betonstahlmatte

Eine Betonstahlmatte ist ein Gitter, welches aus verschweißten Stäben besteht.

Diese Stäbe sind aus Betonstahl, mit dem flächige Stahlbetonbauteile wie Decken, Bodenplatten oder Wände bewehrt werden. Man stellt Betonstahlmatten industriell auf Halbautomaten oder Vollautomaten her, in Werken, deren Güte überwacht wird. Konkret setzen sich Betonstahlmatten aus Langs- und Querstäben zusammen, die sich kreuzen. Das verwendete Material ist kalt- oder warmverformter, gerippter Betonstahl. Zwischen den Stäben besteht an ihren Kreuzungspunkte eine scherfeste Verbindung, welche durch Widerstandspunktschweißung erzielt wird.

Es gibt diverse Arten von Betonstahlmatten. Dazu gehören N-Matten; Fahrbahnmatten, mit denen Betongroßflächen (Start- oder Landebahnen) und Betonstraßen bewehrt werden; Sonderdyn-Matten für Bauteile, die einer erhöhten dynamischen Belastung ausgesetzt sind; Bügelmatten zur Produktion dreidimensionaler Bewehrungskörbe; Listen- sowie Zeichnungsmatten, die individuell angefertigt werden können; Vorratsmatten (erweiterte, Standard-Betonstahlmatten in unterschiedlichen Varianten mit Ein-Ebenen-Stoß) sowie werksmäßig konfektionierte Lagermatten.
Bis auf die N-Matten können prinzipiell sämtliche Betonstahlmatten dynamisch beansprucht werden. Das bedeutet, sie können für Zwecke eingesetzt werden, bei denen sie nicht hauptsächlich ruhen.

Zur Kennzeichnung von Betonstahlmatten gelten folgende Vorschriften: Das Vormaterial muss über ein Walzkennzeichen verfügen, dieses ist auf den Bestontahl aufzuwalzen. Die Matte muss zudem mit einem witterungsbeständigen Etikett versehen sein, das Aufschluss über ihr Herstellerwerk gibt. Teil 4 und 5 der DIN 488 enthält Normungen bezüglich Betonstahlmatten. Diese schreibt die mechanischen Werte vor, welche Betonstahlmatten erfüllen müssen. So muss die Bruchdehnung A10 8% betragen, die Zugfestigkeit bei Rm 550 N/mm2 liegen und die Streckgrenze bei Re 500 N/mm2. Weitere Regelungen kann man auch den bauaufsichtlichen Zulassungen entnehmen.