Betriebliche Altersversorgung für Tischler noch attraktiver

Betriebliche Altersversorgung für Tischler noch attraktiver
Arbeitgeberverbände fördern neue tarifvertragliche Lösung durch Kollektivversicherung mit Signal Iduna Gruppe

Die betriebliche Altersversorgung im Tischlerhandwerk gewinnt weiter an Attraktivität. Der im Herbst vorigen Jahres zwischen den Fachverbänden des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks (HKH) und den Christlichen Gewerkschaften geschlossene, neue Tarifvertrag zur Jahressonderzahlung ist jetzt durch eine Kollektivvereinbarung mit der Versicherungsgruppe Signal Iduna zusätzlich aufgewertet worden. Mit dem Tarifvertrag für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Hessen mit rund 16.500 Betrieben und 120.000 Beschäftigten betreten die Fachverbände des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks (HKH) und die Christliche Gewerkschaft Deutschlands (CGD) sowie der Deutsche Handels- und Industrieangestelltenverband (DHV) Neuland im deutschen Handwerk. Der Vertrag zur Jahressonderzahlung sieht zum 1. Dezember jeden Jahres eine Sondervergütung vor, die sich je nach Betriebszugehörigkeit auf 69 bzw. 75 Prozent des tariflichen Monatsgehalts für Angestellte und 110 bzw. 120 Tariflöhne für Lohnempfänger beläuft. Bisher einmalig im Tischlerhandwerk ist die Regelung über ein Wahlrecht zur Altersversorgung. Sie sieht vor, dass eine Umwandlung der Sonderzahlung in eine Direktversicherung erfolgen kann. Der minimale Betrag liegt hierfür bei 500 DM, der maximale Betrag geht bis zur steuerlichen Höchstgrenze von 3408 DM.
Entscheidet sich der Beschäftigte für diesen Weg, so hat der Arbeitgeber ihm diese Möglichkeit zu schaffen. Sichergestellt ist das Prinzip der Freiwilligkeit ebenso wie die Möglichkeit, bestehende Verträge in das neue Modell einfließen zu lassen. Die Pauschalsteuer für die Direktversicherung trägt der Arbeitgeber, der dafür allerdings die Sozialversicherungsbeiträge einspart.
Durch das Rahmenabkommen mit der Signal Iduna wollen die Arbeitgeberverbände Betriebsinhabern und Arbeitnehmern den Einstieg in diese Form der zusätzlichen Altersvorsorge besonders schmackhaft machen.

Starker Partner des Mittelstands
Bei der Wahl des Partners spielte eine besondere Rolle, dass der Versicherer mit Ursprung im Handwerk rund zehn Millionen versicherte Personen und Verträge betreut und damit zu den zehn größten deutschen Versicherungsunternehmen gehört. Besonderes Augenmerk haben die HKH-Verbände beim Abschluss des Kollektivversicherungsvertrages auf hohe Leistungsfähigkeit bei günstigen Konditionen und einfache Umsetzbarkeit in den Betrieben gelegt. Zu den wichtigsten Eckpunkten zählen die besonders günstigen Beiträge, lebenslängliche Rentenleistungen, eine alternative Kapitalauszahlung bei Rentenbeginn sowie Beitragsrückerstattung bzw. Garantierentenleistungen auch bei Tod oder alternativer Einschluss von Hinterbliebenenrenten für verheiratete Arbeitnehmer. Besondere Konditionen bietet der Rahmenvertrag zudem beim Einschluss zusätzlicher Berufsunfähigkeitsrenten.
Wichtig waren den Vertragspartnern einfaches Handling und wenig Verhandlungsaufwand. Aus Sicht der Arbeitgeber spricht für die gefundene Lösung auch das dichte Beraternetz der Signal Iduna. Dadurch kann gewährleistet werden, dass in möglichst vielen Unternehmen die günstigen Bedingungen des Kollektivversicherungsvertrages angewendet werden.

Einsparungen und hohe Versorgungsleistungen
Die Kombination aus tarifvertraglicher Wahlmöglichkeit zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung und günstigen Konditionen des Kollektivvertrages wirkt sich bei den Arbeitnehmern in Mark und Pfennig aus. So behält zum Beispiel ein 25-jähriger lediger Junggeselle, ohne Kinder, bei Umwandlung von 500 Mark aus seiner Jahressonderzahlung allein durch Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse rund 265 Mark mehr im Portemonnaie. Bei seiner Pensionierung mit dem 65. Lebensjahr steht ihm hieraus eine monatliche garantierte Altersrente in Höhe von gut 184 Mark – also 2208 Mark pro Jahr – zur Verfügung. Diese Rente kann sich durch die zu gewährende Beteiligung an Überschüssen der Versicherung erheblich steigern.
Noch interessanter wird die neue Versicherungslösung für einen verheirateten angestellten Meister (35 Jahre, ein Kind). Bei Umwandlung des zulässigen Höchstbetrages von 3408 Mark spart er ca. 1912 Mark an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ein. Dem steht eine garantierte Altersrente ab 65 von ca. 695 Mark monatlich (8340 Mark pro Jahr), bei Tod eine lebenslängliche Altersrente an die hinterbliebene Ehefrau in Höhe von garantiert ca. 345 Mark monatlich (4140 Mark pro Jahr) und bei Berufsunfähigkeit eine Einmalzahlung in Höhe von 10.200 Mark gegenüber.

Weiterer Baustein
Die Arbeitgeber sehen den neuen Kollektivversicherungsvertrag als einen weiteren Baustein für ihre erfolgreiche Tarifpolitik mit den christlichen Gewerkschaften. Nach dem endgültigen Bruch der Tarifpartnerschaft mit der inzwischen aufgelösten und von der IG Metall aufgesogenen Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK) hatten sich die Arbeitgeber seit 1998 in fast allen Bundesländern mit den christlichen Gewerkschaften auf neue Lohn- und Gehaltstarifverträge sowie Manteltarifvereinbarungen verständigt. Der Tarifvertrag Jahressonderzahlung rundete dieses Tarifwerk vorläufig ab.