Betrug mit EC-Karten 2003 in Bayern um rund 45 Prozent gestiegen

Betrug mit EC-Karten 2003 in Bayern um rund 45 Prozent gestiegen
Schmid: "EC-Karten möglichst nur mit PIN einsetzen"
Die Betrugsfälle bei der Verwendung von EC-Karten im sogenannten Lastschriftverfahren sind im Freistaat im Jahr 2003 um rund 45 Prozent (von 3.176 auf 4.586) gestiegen. Als Konsequenz daraus appelliert Innenstaatssekretär Georg Schmid an Wirtschaft und Handel, in größerem Umfang als bisher auf das sicherere Online-Verfahren PIN-Prüfung umzustellen.
Schmid: "Besonders anfällig ist der Zahlungsverkehr mit EC-Karten im sogenannten Lastschriftverfahren. Hier legt der Kunde seine Debit-Karte (z.B. EC-Karte) vor und bestätigt lediglich mit der Unterschrift den Zahlungsvorgang. Dieses Verfahren ist daher vergleichsweise anfällig für Manipulationen."

Im Unterschied zum Anstieg beim Betrug mit Zahlungskarten im Lastschriftverfahren ohne Einsatz einer Persönlichen Identifikationsnummer (PIN) sind im Jahr 2003 die Fälle von Kreditkartenbetrug im Freistaat um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Als wichtigsten Grund für den Rückgang des Kreditkartenmissbrauchs nannte Schmid, dass der am Zahlungsverkehr mit Kreditkarten teilnehmende Einzelhandel in Deutschland nahezu flächendeckend über Online-Lesegeräte zur Überprüfung der Gültigkeit der Karte verfüge. Schmid: "Dies zeigt, dass die Täter jetzt ganz gezielt auf die sogenannten "Debit-Karten" ausweichen und sich dabei die Geschäfte heraussuchen, die nicht am Online-Verfahren teilnehmen. Schmid appellierte an Kreditwirtschaft und Handel, die Anstrengungen auf den Umstieg auf das sicherere Online-Verfahren zu erhöhen. Nur so könne es gelingen, die Zunahme der Zahlungsmittelkriminalität in diesem Bereich wirksam einzudämmen.