Bevor das Haus zum Schluckspecht wird:

Bevor das Haus zum Schluckspecht wird:
Wärmedämmung kontrollieren, Energieschlupflöcher schließen

Wuppertal (VHD). Rechtzeitig vor dem ersten Frost sollte man sein Haus auf Schadstellen an der Fassade überprüfen. Denn Risse oder Putzabplatzer, durch die Kälte und Feuchtigkeit eindringen können, entwickeln sich oft unbemerkt zu ernsthaften Gebäudeschäden. Werden sie nicht zeitnah repariert, kann Raumwärme ungewollt ins Freie entweichen. Insbesondere im Bereich der Fenster und Balkontüren - vor allem unterhalb der Regenablaufbleche - ist daher erhöhte Wachsamkeit geboten. Gleiches gilt für integrierte Rollladenkästen, Dunstabzugsrohre und andere Durchdringungen der Außenwand. Bei sich abzeichnenden Schäden wendet man sich am besten unverzüglich an einen Fachmann: Architekten, Zimmerer, Malermeister, Putzer beziehungsweise Stuckateure wie auch zugelassene Energieberater helfen im Bedarfsfall weiter. "Vor allem bei älteren Wohngebäuden kommt es häufig vor, dass die Fassade gleich an mehreren Stellen brüchig ist. Dann gibt eine so genannte Thermografie darüber Aufschluss, wo genau die Energieschlupflöcher sitzen und wie es allgemein um den Wärmeschutz des Hauses steht", erläutert

Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD) in Wuppertal. Solche Wärmebildaufnahmen kommen insbesondere für ältere Bestandsgebäude in Betracht; zu drei Vierteln stammen sie aus der Zeit vor 1978. Experten gehen davon aus, dass über die Hälfte dieser Häuser in den nächsten zwei Jahrzehnten von Grund auf saniert werden muss.

Anhand einer Thermografie kann der Fachmann beurteilen, ob ein Ausbessern schadhafter Stellen ausreicht oder eine Sanierung der Gebäudehülle nötig ist. Weicht das Messergebnis deutlich von den Anforderungen ab, die die Energie-Einsparverordnung (EnEV) an Wohngebäude stellt, ist das Aufdämmen der Fassade anzuraten. Mit Dämmstoffen aus natürlichen Holzfasern lässt sich rund ums Jahr eine optimale Wärmedämmung, ein guter Schall- und Brandschutz sowie zugleich ein bemerkenswerter Schutz der Innenräume vor übermäßigem Aufheizen erzielen. Weitere Informationen: www.holzfaser.org