BIHK fordert Bundesregierung zu unverzüglichem Handeln auf
München, 23.09.2002 (BIHK) Unverzügliches Handeln fordert der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) von der neuen Bundesregierung. "Nur wenn der Reformstau in der Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik schnell aufgelöst wird, kann der Job-Motor Mittelstand wieder anspringen", mahnen BIHK-Präsident Claus Hipp und BIHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. Das Aussitzen von Problemen bringe den Standort nicht voran. Die bayerische Wirtschaft sei wie bisher bereit, in der kommenden Legislaturperiode konstruktiv mit jeder Bundesregierung zusammenzuarbeiten und die Interessen des Mittelstands einzubringen. Die größte Herausforderung aus Sicht der bayerischen Wirtschaft ist dabei die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Ankurbelung der Konjunktur. "Ohne mehr Wachstum und Beschäftigung werden wir keines unserer drängenden Probleme lösen können", so Hipp und Dörfler. Hier jedoch allein auf eine Verbesserung der Arbeitsvermittlung zu setzen, wie es das Hartz-Konzept vorsehe, reiche nicht. Vielmehr müssten die Arbeitskosten gesenkt, der Arbeitsmarkt flexibilisiert und Investitionen gefördert werden, fordert der BIHK. Darüber hinaus benötige der Mittelstand die gesetzlich vorgesehene Steuersenkung. "Vor allem die mittelständische Wirtschaft ist auf eindeutige Reformsignale angewiesen, ansonsten ist an eine Konjunkturerholung und neue Arbeitsplätze nicht zu denken", warnen die BIHK-Chefs.


