Bilanz und Positionen der deutschen Landwirtschaft

Bilanz und Positionen der deutschen Landwirtschaft
Deutscher Bauernverband legt Geschäftsbericht vor
Berlin, den 30.05.2006 - Auf der heutigen Präsidiumssitzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Berlin hat der Generalsekretär des DBV, Dr. Helmut Born, den Geschäftsbericht des Verbandes vorgestellt. Der DBV zieht im modernen Layout des neuen Geschäftsberichtes Bilanz über das Jahr 2005 und formuliert seine Positionen und wichtigen Arbeitsfelder für das Jahr 2006. In der ´Agrarpolitischen Zeittafel 2005´ sind zudem die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres im Zeitablauf chronologisch dargestellt.
Wie Präsident Gerd Sonnleitner und Generalsekretär Dr. Helmut Born im Vorwort des DBV-Geschäftsberichtes ´Bilanz und Positionen 2005/2006´ betonen, verbessere sich nach absoluten Tiefpunkten in den Vorjahren langsam die Stimmungslage in der Landwirtschaft. In diesen Stimmungsumschwung hinein habe der DBV die Interessenvertretung der Deutschen Landwirtschaft und des Ländlichen Raums in Berlin und Brüssel neu ausgerichtet. Im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin könnten nun die Anliegen der Bauernfamilien im Zusammenhang der gesamten Produktionskette bei Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen schlagkräftig vertreten werden. Die Positionen des Berufsstandes zu Fragen der Wirtschafs-, Steuer-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik habe der DBV nicht zuletzt als Forderungskatalog für die neue Legislaturperiode (´Rostocker Erklärung´) auf dem Deutschen Bauerntag verabschiedet.
Wichtiges Arbeitsfeld in 2005 sei die nationale Umsetzung der EU-Agrarreform gewesen. Für Sonnleitner und Born stellt diese dritte Reform seit 1992 einen Paradigmenwechsel in der Agrarpolitik dar. Der Staat ziehe sich weitgehend aus der Marktbeeinflussung zurück und gewähre den Landwirten einen entkoppelten Direktausgleich für gesellschaftlich erwünschte Leistungen im Tier-, Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz. Gegenüber der Politik habe der Bauernverband immer darauf hingewirkt, möglichst pragmatische Wege bei der Reform zu gehen, neue bürokratische Hemmnisse und vor allem zusätzliche Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Cross Compliance und die nachträgliche Zuckermarktreform hätten sich dabei als besondere Herausforderung erwiesen.
Ein besonderes Augenmerk der Verbandsarbeit galt auch 2005 den Milcherzeugern und dem Milchmarkt. Die extreme Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels wirke sich ebenso negativ auf die Erlöse der Milchbauern aus wie eine völlig inkonsequente EU-Politik. Der DBV habe deshalb seine Kampagne, ´Lebensmittel sind mehr wert´ aktiv fortgesetzt, die Saldierungsbegrenzung in Deutschland durchgesetzt und eine intensive Strukturdebatte in der deutschen Molkereiwirtschaft nachhaltig begleitet. Ziel muss es sein, nicht nur die Situation der Milchbauern zu stabilisieren, sondern eine Trendwende herbeizuführen, stellten Sonnleitner und Born fest. Wettbewerbs- und Strukturfragen in anderen Produktbereichen bestimmten aber ebenso das intensive politische Engagement des Bauernverbandes. Sonnleitner und Born wörtlich: ´Alle diese Aktivitäten des DBV waren nur möglich, weil er auf Orts-, Kreis-, Landes-, Bundes und europäischer Ebene auf engagierte und erfahrene haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen konnte.´
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