Bitumen und der Einsatz von Bitumen beim Hausbau

Bitumen ist ein Gemisch, das aus verschiedenen organischen Substanzen besteht.

Es kommt entweder natürlich vor, wie beispielsweise in einigen Sedimentgesteinen oder in Naturasphalt, oder kann aus Erdöl gewonnen werden. Bitumen besteht überwiegend aus Kohlenwasserstoffen, aber auch aus Schwefel, Sauerstoff und Stickstoff, die chemisch gebunden sind, und ist wasserunlöslich. Kühlt Bitumen ab, so wird es spröde, wird es erwärmt, so geht es von fest in zähflüssig und dann in flüssig über. Bitumen wird sehr stark im Bauwesen verwendet. Da es wasserunlöslich ist, wird Bitumen verwendet, um Gebäudeteile vor Wasser zu schützen. Es gibt Bitumenanstriche oder zum Beispiel Dachbahnen aus Bitumen zur Abdichtung des Daches. Auch Kellergeschosse werden mit Bitumen abgedichtet. Im Hochbau wird Bitumen nicht nur zum Schutz von Gebäudeteilen vor Wasser, sondern auch zum Verbinden von Belägen mit Stahlplatten. Hierbei wird der Stahl auch vor Korrosion geschützt. Ein Beispiel für diese Anwendung wäre der Bau von Brücken. Allerdings kann es vorkommen, dass Bitumen spröde und rissig wird. Dies kann von Oxidationsvorgängen ausgelöst werden, wenn Bitumen der Witterung ausgesetzt ist. Die Wirkungsdauer von Bitumen als Abdichtung kann aber verlängert werden, wenn Kunststoffe hinzugemischt oder Oberflächenschutzsysteme eingesetzt werden. Bei Abdichtungen aus Bitumen sollte beachtet werden, dass diese mit einem Gefälle von mindestens zwei Prozent ausgeführt werden. Somit kann das Wasser abfließen. Ist dies nicht der Fall, wird der biologische und chemische Abbau von Bitumen durch das Wasser beschleunigt.

Eine sehr wichtige Rolle hat Bitumen auch im Straßenbau. Hierbei fungiert es als Bindemittel zwischen Gesteinskörnungen. Diese Gesteinskörnungen ergeben zusammen mit dem Bitumen den Asphalt. Bitumen übernahm diese Rolle vom Teer, der seit 1970 nicht mehr im Straßenbau verwendet wird, da er eine gesundheitsschädigende Wirkung hat. Bei der Herstellung von Asphalt wird so genanntes polymermodifiziertes Bitumen verwendet. Dieses Bitumen, das heute sehr wichtig ist, wegen seiner Bedeutung für den Straßenbau wurde 1967 entwickelt und getestet. Die Eigenschaften von Bitumen können auch noch verbessert werden, in dem Naturkautschuk, Schwefel oder andere Dinge hinzu gegeben werden. Beispielsweise kann damit die Standfestigkeit oder die Haftung an der Gesteinskörnung verbessert werden. Dadurch eignet sich diese Bitumensorte dann für Straßen die eine hohe Beanspruchung durch den Verkehr haben. Manchmal wird beim Asphalt auch noch etwas Naturasphalt hinzugegeben. Bei Kraftfahrzeugen kommen manchmal auch Bitumenplatten zur Verwendung, da diese sehr zäh sind und ein hohes Gewicht haben und somit eine geräuschdämpfende Wirkung erzielt wird. Genau wegen dieser Wirkung können Bitumenplatten auch bei Badewannen oder Stahlspülbecken verwendet werden. Bitumen wird bei der Vakuumdestillation von speziellen Rohölen als Vakuumrückstand gewonnen.