Blei

Das chemische Element Blei hat das Symbol Pb sowie die Ordnungszahl 82.

Es handelt sich um ein giftiges Schwermetall. Am häufigsten kommt Blei in Kanada, den USA, Südamerika, Australien, China und Russland vor. Einige Bleivorkommen gibt es auch in Polen und Schweden. In Deutschland findet man Blei unter anderem im Norden der Eifel, im Harz, im Schwarzwald, in Westfalen, in Sachsen und an der unteren Lahn. Die wichtigste Quelle zur Bleigewinnung ist heutzutage die Wiederverarbeitung von Altblei. So gibt es in Deutschland lediglich noch zwei Primärhütten, in denen aus Erz Blei hergestellt wird. Alle übrigen Hütten stellen Sekundärblei her. Dies geschieht durch Wiedereinschmelzen alter Bleiprodukte.

Der weltweite Bleiverbrauch hängt in hohem Maße von der Automobilbranche ab, in der rund zwei Drittel des weltweiten Bleibedarfs eingesetzt werden. Darüber hinaus kommt Blei im Strahlenschutz, im Maschinenbau, in der Elektrotechnik, in der Militärtechnik und im Bauwesen eine wichtige Rolle zu. Im Bauwesen ist es vorteilhaft, da es einfach bearbeitbar und gießbar ist. Früher fertigte man deswegen zum Beispiel Rohre aus Blei, was heute jedoch aufgrund der Giftigkeit nicht mehr geschieht. Zudem fertigte man Fensterfassungen, Dachdeckungen, Klammern und Dübel aus Metall an, die in Gebäuden verarbeitet bzw. deren Bestandteil wurden. Heute versucht man Produkte, die Blei enthalten, größtenteils durch bleifreie zu ersetzen. Zumindest muss aufgrund der Gefahren für die Gesundheit und Umwelt der Bleigehalt anhand von Grenzwerten beschränkt werden. In der Industrie und einigen weiteren Bereichen hat es jedoch noch immer eine entscheidende Bedeutung, unter anderem als Legierung, da es sehr korrosionsbeständig ist und sich zudem durch eine hohe Dichte auszeichnet.