Blitzschutz am Haus Teile 1 - 2

Statistiken belegen, dass im Jahr etwa eine Million Blitze bundesweit niedergehen.
Je mehr Elektronik sich im Haushalt befindet, desto höher ist die Gefahr, durch Einschlag oder Überspannungen Schäden und Defekte an Geräten zu verursachen.
Schlägt ein Blitz im Umkreis von 2 Kilometern ein, kann das für alle elektronischen Geräte in diesem Radius das Aus bedeuten. Überspannungen überschwemmen das Leitungsnetz flutwellenartig.
Oft wird ein Blitzableiter auf dem Haus als ausreichender Schutz empfunden. Das verwundert auch nicht weiter, wenn man bedenkt, dass das Phänomen der Überspannung erst ein relativ junges ist. Mit fortschreitender Technisierung der Haushalte, ist dieser Effekt entstanden.
So kommen Schäden durch Überspannung viel häufiger vor als ein Blitzeinschlag.
Doch wie entsteht Ãœberspannung?
Wenn irgendwo in der Umgebung des Hauses ein Blitz eingeschlagen ist, wird die frei gesetzte hohe Spannung und der Blitzstrom weitertransportiert. Egal ob ein Einschlag in einem Laternenmasten oder sogar in einer Telefonleitung vorliegt. Der Weitertransport geschieht über alles, was leitfähig ist. Da sich diese Spannung immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht und das Material, welches am besten leitet entsteht praktisch ein kleiner, unkontrollierbarer elektrischer Flächenbrand.
Wird die freigesetzte Energie im Haus nicht dazu geleitet, sich den Blitzschutz zu suchen, werden schwächere Geräte „befallen“. Das ist dann die Technik im Haushalt, Computer, Telefonanlagen oder TV-Geräte. Diese verfügen über komplexe Technik auf kleinstem Raum und sind sehr anfällig für Überspannung. Wenn diese Geräte dann noch miteinander vernetzt sind, ist der Schaden oft groß. Auch ohne Blitzeinschlag können massive Schäden angerichtet werden. Spannungsschwankungen im Stromnetz können ebenso schädlich sein wie Schaltvorgänge der Energieversorger.

Teil 2 - Blitzschutz am Haus

Um sich gegen die Gefahr von Überspannungsschäden und Blitzeinschlägen wirkungsvoll zu schützen, gibt es heutzutage gute Lösungen.
Generell sollte ein äußerer Blitzschutz durch einen inneliegenden Blitz- und Überspannungsschutz komplettiert werden. Bei einem Gebäude muss der äußere Blitzschutz durch den Elektroniker mit der Potenzialausgleichsschiene des Gebäudes verbunden werden. Dadurch gelangt bis zur Hälfte der Energie des Blitzstromes in das Gebäude. So sind dadurch alle geerdeten Geräte der Blitzspannung ausgesetzt. Die Waschmaschine ebenso wie der Elektroherd. Einen guten Schutz bieten hier Überspannungsschutzsysteme, die sich auch sehr gut im Nachhinein ins Haus integrieren lassen.

Fachleute empfehlen einen Drei-Stufen-Schutz.
Er beinhaltet Blitzstromableiter am Hauseingang, Überspannungsableiter in der Elektroverteilung und Überspannungsableiter am Endgerät.
Generell sollten Sie diese Ableiter nur von einem Fachmann installieren lassen.
Erhältlich sind sie dennoch im Fachhandel oder auch bei Fachhandwerkern.
Aber aus Erfahrung und durch Tests bewiesen, bieten Baumärkte und Supermärkte oft nicht die besten Artikel.

Die Montage Ableiter ist mit geringem Aufwand realisierbar. Hierbei entsteht kein Schmutz und sie erfolgt schnell. Preislich liegen Adapter für die Steckdose, die gut gegen Überspannungen im Stromnetz schützen zwischen 35 und 50 Euro. Eine ganze Steckerleiste mit derselben Wirkung kostet 50 bis 60 Euro, ein Steckadapter, der den Antennenanschluss des Fernsehers schützt, etwa 80 Euro. Entsprechende Schutzsysteme, die verhindern, dass Blitzenergie auch durch das Telefon- oder Breitbandnetz geht, lohnen auch eine Investition. Hier ist man 70 bis 120 Euro dabei. Hausratversicherungen decken nicht automatisch Überspannungsschäden ab. Achten Sie darauf, dies extra zu vereinbaren.