Bundespräsident besucht Land der solaren Frühaufsteher

Bundespräsident besucht Land der solaren Frühaufsteher

Unternehmen aus dem In- und Ausland schätzen Investitionsklima in den Neuen Bundesländern

Qualifizierte Arbeitskräfte, gute Infrastruktur, attraktive Förderkonditionen und eine unbürokratische Ansiedlungspolitik sind die wichtigsten Argumente, warum sich immer mehr Solarunternehmen für die Neuen Bundesländer entscheiden. Von den derzeit in der Bundesrepublik entstehenden über zehn neuen Solarfabriken siedelt sich der Großteil im Länderviereck Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg an. Zusammen mit dem Ausbau bestehender Fabriken belaufen sich die Investitionen am Standort Deutschland auf über eine Milliarde Euro. Die Region ist die größte Ballung von solaren Produktionsstätten und gilt weltweit als das Solar Valley. Produziert wird in Sachsen-Anhalt entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit der Q-Cells AG ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Solarzellen hier ansässig. Die EverQ GmbH in Thalheim ist eine integrierte Produktion von Wafern, Zellen und Modulen. Ebenfalls in Thalheim werden von der CSG Solar AG Dünnschicht-Module produziert. Die Calyxo GmbH errichtet gerade eine Pilot-Fertigungslinie, ebenso wie die Brilliant 234. GmbH.

Anlässlich des heutigen Besuchs von Bundespräsident Horst Köhler bei Q-Cells in Thalheim erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW):

"Deutschlands Solarindustrie ist weiter auf der Überholspur und Sachsen-Anhalt ist dabei ein wichtiger Tempomacher. Der Besuch des Bundespräsidenten zeigt, dass das Land in Sachen Solarenergie ein echter Frühaufsteher ist".

Nach Verbandserhebungen konnten deutsche Solarzellen-Fabriken im ersten Halbjahr 2006 einen Produktionszuwachs von 73 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum erzielen und kontinuierlich Anteile am Weltmarkt hinzugewinnen. Der Produktionszuwachs spiegelt sich in einer steigenden Exportquote wider. Bei Solarzellen lag diese 2005 bei 34% - und damit um 13 Prozent höher als im Vorjahr. Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt sind Unternehmen aus Sachsen-Anhalt. Generell sind die Exportaussichten deutscher Solarunternehmen verheißungsvoll, denn immer mehr Länder setzen auf Solarstrom. Gerade in Südeuropa zeichnet sich derzeit ein gewaltiger Solarboom ab und deutsche Hersteller haben hier den First-Mover-Vorteil. In Griechenland, Frankreich, Italien und Spanien wurden jüngst gesetzliche Regelungen nach dem Vorbild des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes geschaffen, die die dortige Markterschließung vorantreiben. In Spanien und Italien werde sich der Markt nach Erwartungen des BSW in diesem Jahr voraussichtlich mehr als vervierfachen.

Der Besuch der Firma Q-Cells AG ist eine Station im Rahmen des Besuchs des Bundespräsidenten und von Frau Eva Luise Köhler in Sachsen-Anhalt.