Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sieht grossen Forschungsbedarf bei den erneuerbaren Energien

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sieht grossen Forschungsbedarf bei den erneuerbaren Energien

Berlin, 28. Februar 2006 - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat zu verstaerkten Forschungsanstrengungen im Bereich der erneuerbaren Energien aufgerufen. Bei der Grundsteinlegung fuer einen Teilbereich des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums der Firma ENERCON in Aurich betonte Gabriel: ´Wir haben bei den erneuerbaren Energien erheblichen Forschungsbedarf. Wir muessen z. B. Technologien zur Optimierung der Netze im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien entwickeln. Dazu gehoert die Energiespeicherung. Hier liegen grosse Herausforderungen, nicht nur fuer die kuenftige Rolle der Erneuerbaren, sondern fuer die Energievorsorgung in Deutschland insgesamt.´
Gabriel begruesste das Engagement des Windenergieanlagenherstellers ENERCON im Bereich Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energietechnologien. Das Unternehmen gehe mit gutem Beispiel voran. Zugleich wies der Bundesumweltminister auf die verstaerkten Anstrengungen des Bundes in diesem Bereich hin. Im 6-Milliarden-Programm der Bundesregierung zur Staerkung von Forschung und Entwicklung bildeten Energietechnologien und erneuerbare Energien einen Schwerpunkt.

Gabriel: ´Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, im Haushaltsentwurf 2006 des Bundesumweltministeriums den Ansatz fuer Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien gegenueber 2005 auf 83,4 Millionen Euro zu erhoehen und damit nahezu zu verdoppeln. Bis 2009 sind jaehrlich weitere Aufstockungen um 5 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. 2009 werden in unserem Ressort nahezu 100 Millionen Euro dafuer zur Verfuegung stehen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Innovation.´

In das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum, das auch eine Erweiterung des Hauptsitzes des Unternehmens umfasst, wird ENERCON rund 20 Millionen Euro investieren. Dort sollen kuenftig neue Produkte und Fertigungsstaetten erprobt werden. Neben ihrem Kerngeschaeft, der Windenergie, will sich das Unternehmen auch der Entwicklung anderer Zukunftstechnologien, wie Meerwasserentsalzungsanlagen, Wasserkraftwerken und Speichertechnologien widmen. Am Standort Aurich werden ueber 100 neue Arbeitsplaetze entstehen. Gabriel betonte, dass innovative Technologien die Exportfaehigkeit der Industrie staerken und zukunftsfaehige Arbeitsplaetze schaffen.

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