Reines Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste.
Die größte Menge findet sich allerdings in chemisch gebundener Form als Alumosilikaten. Bauxit ist das einzig wirtschaftliche Ausgangsmaterial zur Herstellung von Aluminium. Vorkommen gibt es rund über den Globus verteilt, zum Beispiel in Südfrankreich, Russland, Indien und Australien. Bauxit wird mit Natronlaugen aufgeschlossen um es von Fremdteilen zu befreien und anschließend im Ofen gebrannt zu werden. Das reine Leichtmetall Aluminium besitzt eine Oxidschicht, die einerseits vor Korrosion schützt aber auf der anderen Seite beim Schweißen hinderlich ist. Allerdings gibt es inzwischen auch Möglichkeiten, diese Oxidschicht aufzulösen. Als Konstruktionswerkstoff wird Aluminium wegen seiner geringen Dichte gern dort verwendet, wo es auf Gewichtsverminderung ankommt, wie etwa im Flugzeugbau. Mit Legierungen erreicht Aluminium inzwischen Festigkeiten, die schweren Baustoffen wie Stahl nur wenig nachstehen. Da es sich leicht in komplizierte Formen pressen lässt, wird Aluminium in vielen Bereichen verbaut für Fensterrahmen, Flugzeugteile, Autoteile oder Stromkabel. Im Hochbau für Büro- und Geschäftsbauten findet man viele Aluminium-Konstruktionen, vor allem bei den Gerippen der Gebäude. Negativ bei der Herstellung wirkt sich der enorme Energieverbrauch aus, dem allerdings eine gute Wiederverwendbarkeit gegenübersteht.
Beim Bauen der Moderne findet das leichte Metall nicht nur für Fensterrahmen, sondern auch bei Dach und Wandsystemen und als Trägerkonstruktion für Brücken wieder. Die hohe Festigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht ermöglicht sehr offene Bauweisen und architektonische Wunderwerke. Auch der Sicherheitsaspekt spielt eine Rolle, denn als Fensterrahmen bietet Aluminium einen stabilen Einbruchsschutz. Auch Wärme und Schallisolierungen aus Aluminium sind nicht selten und aufgrund vorgefertigter Teile lassen sich Bauzeiten erheblich verkürzen. Als äußere Verschalung schützt es vor Witterungs- und Umwelteinflüssen und benötigt auch keine zusätzliche Oberflächenbehandlung. Jahrzehntelange Haltbarkeit und zudem Wartungsfreiheit sind auch Pluspunkte für diesen Baustoff. Auch Wintergärten und leichte Wendeltreppen entstehen aus diesem Allroundbaustoff. Selbst beim Möbelbau findet Aluminium seine Fans und Designer lassen filigrane Einzelstücke daraus entstehen. Fahrräder sind besonders beliebt durch das geringe Gewicht. Auch in der Solartechnik wird Aluminium als Rahmen für Kollektoren verwendet und sorgt für langlebige und leichte Konstruktionen, die bei einem Rückbau verlustfrei recycelt werden können. Durch den hohen Schmelzpunkt, der bei 660 Grad Celsius liegt, bietet es im Gegensatz zu vielen anderen Werkstoffen einen hohen Brandschutz. Insgesamt kann man sagen, dass Aluminium auch als Baustoff der Zukunft gelten kann, denn die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft und den kreativen Ideen der Architekten und Designern wurden noch keine Grenzen gesteckt. Somit dürfen wir uns sicher noch lange an dem silbernen Metall erfreuen.


