Im Bereich Bauen und Immobilien gibt es eine Vielzahl an Berufen, die Menschen dort ausüben können.
Diese Berufe gliedern sich in Ausbildungsberufe, Weiterbildungsberufe, Sonderfachkräfte und Spezialisierungen und Berufe, die ein Studium voraussetzen. Zu den Ausbildungsberufen, welche man mit einer mittleren Reife erlernen kann, gehören die Berufe des Assistenten – Gebäudeservice, des Immobilienassistenten, des Kaufmanns in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, des Immobilienkaufmanns und des Wirtschaftskaufmanns. Hat man einen dieser Berufe erlernt, gibt es die Möglichkeit, sich durch Weiterbildung und Spezialisierungen zu folgenden Berufen fortzubilden: staatlich geprüfter Betriebswirt, Sachverständiger im Bereich Immobilien, Fachkaufmann Verwaltung von Wohnungseigentum, Fachmann Gebäudebewirtschaftung, Fachwirt Facility Management, Fachwirt Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Hausverwalter, Immobilien-Ökonom, Immobilienfachwirt, Immobilienwirt, Immobilienmakler, Leiter einer Ferienanlage oder Service-Manager.
Wer entweder Abitur, einen Studienabschluss hat oder ein berufsbegleitendes Studium macht, kann außerdem Diplom-Betriebswirt, Diplom-Wirtschaftsingenieur oder Bachelor of Arts oder Engineering Master of Arts werden. In jedem Falle sollte man sich in der Immobilien-Branche mit Kauf, Eigentum, Rechten und Steuern auskennen. Aufgrund ihrer "Unbeweglichkeit" unterliegen Immobilien hinsichtlich des Eigentumserwerbs und Gebrauchs anderen Bestimmungen als bewegliche Güter. Daher erfordert der Kauf einer Immobilie drei verschiedene Verträge: Einen notariell beurkundeten Kaufvertrag, die notariell beurkundete Einigung über den Eigentumsübergang sowie die Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch. Das Grundbuch ist ein amtlich-öffentliches Verzeichnis von Grundstücken, wo die Eigentumsverhältnisse und etwaige mit dem Grundstück verbundenen Rechte sowie auf ihm liegende Lasten erfasst werden. Zu solchen Rechten und Lasten gehören insbesondere Grundpfandrechte und verschiedene Dienstbarkeiten, wie zum Beispiel Wegerechte, Regelungen zum Wasserrecht oder andere Servitute. Grundstücke sind in der Regel mit einer Grundsteuer zu besteuern, die eine Gemeindesteuer ist. Ausnahmen von der Steuerpflicht gelten für Grundstücke, die öffentlich-rechtlichen, mildtätigen, religiösen oder wissenschaftlichen Zwecken dienen. Neben den Grundbuchsgebühren fällt beim Grunderwerb auch eine prozentuale Grunderwerbsteuer an. Das Baurecht bietet übrigens auch die Möglichkeit, auf fremdem Grund ein Bauwerk zu errichten. Das Baurecht ist auf 50 Jahre, maximal 99 Jahre begrenzt. In Gebirgsländern gilt zu beachten, dass dort je nach Bundesland spezielle Regelungen zum Schutz der Bodenwirtschaft, der alpinen Infrastruktur und teilweise auch des Fremdenverkehrs gelten. Dies sind die Grundlagen der Immobilienwirtschaft, die jeder lernen muss, der einen Beruf in der Immobilienwirtschaft erlernt. Dieser kurze Abriss der Inhalte deutet bereits darauf hin, dass der Kauf und das Bebauen eines Grundstücks eine ganze Menge an Wissen erfordert. Wer ein Grundstück erwirbt oder erbt und darauf bauen möchte, sollte sich am besten einen Fachmann hinzuholen, der in entscheidenden Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht.



