Betonstahlmatten werden zur Bewehrung und Armierung von großflächigen Stahlbetonbauteilen genutzt.
Die Betonstahlmatten bestehen aus verschweißten Stahlstäben. Betonstahlmatten sind in unterschiedlichen Stärken und Größen erhältlich, sodass je nach Verwendungszweck die passenden Betonstahlmatten gewählt werden können. Die Funktion, die die Betonstahlmatten erfüllen, kann auch ordentlich gebundener Rundstahl erfüllen, jedoch sparen die Matten sehr viel Verlegezeit, was die Bauzeit stark verkürzt. Verwendet werden Betonstahlmatten zum Beispiel für Bodenplatten, Wände oder auch für Decken. Industriell hergestellt werden die Betonstahlmatten zum Teil mit Vollautomaten und zum Teil mit Halbautomaten. Die Betonstahlmatten bestehen aus Längsstäben und Querstäben und sind an den Verbindungspunkten mit einer Widerstandspunktschweißung versehen, sodass die nötige Stabilität vorhanden ist.
Unterschieden wird bei den Betonstahlmatten zwischen werksmäßig konfektionierten Lagermatten, die aus dem Katalog gewählt werden können und genormt sind, und Listenmatten bzw. Zeichnungsmatten. Diese werden direkt nach den Angaben des Architekten bedarfsgerecht produziert. Auch Vorratsmatten werden angeboten und sind standardisierte Betonstahlmatten. Diese werden auch in zahlreichen Varianten mit Ein-Ebenen-Stoß angeboten. Auch zum Bau dreidimensionaler Bewehrungskörper werden entsprechende Matten angeboten; diese werden unter dem Begriff Bügelmatten gelistet und werden zum Bespiel häufig auch beim Brückenbau benötigt. Eine weitere spezielle Art der Betonstahlmatten sind die Fahrbahnmatten. Diese werden zur Bewehrung von Betonstraßen und Betongroßflächen genutzt. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Start- und Landebahnen an Flughäfen. Weiter werden N-Matten angeboten. Diese Mattenart ist jedoch nicht für die dynamische Beanspruchung geeignet. Für erhöhte dynamische Beanspruchung sollten Sonderdyn-Matten verwendet werden, denn diese sorgen auch bei hoher dynamischer Beanspruchung für dauerhafte Stabilität. Alle Betonstahlmatten sind gekennzeichnet und so muss das Vormaterial erkennbar sein durch ein Walzkennzeichen und auch die Matten selbst müssen ein Etikett vorweisen, dass sie witterungsbeständig sind.
Grundsätzlich legt der Architekt schon bei der Planung die passenden Matten und den passenden Rundstahl aus, doch letztlich hat für die Verlegearbeiten der Eisenflechter die Verantwortung. Wer hier nicht genau nach Plan arbeitet, kann auch bei späteren Bauschäden in Haftung genommen werden. Nur wenn Matten und Rundstahl ordentlich miteinander durch Bindedraht verbunden werden, kann die gewünschte Stabilität erreicht werden und somit der Baustahl die gewünschte Wirkung erzielen. Für das Verbinden zwischen den Matten selbst und eventuell auch dem Baurundstahl wird nur eine spezielle Eisenflechter- bzw. Armierungszange und Bindedraht benötigt. Neben den herkömmlichen Einsatzgebieten, wie zum Beispiel Bodenplatten, wird in der modernen Architektur immer häufiger mit Baustahl gearbeitet, denn hier können auch außergewöhnliche Formgebungen in Beton erfolgen und gerade im Brückenbau und bei modernen Bürogebäuden ist die Verwendung von Betonstahlmatten und Rundstahl heute unverzichtbar.



