Pflastersteine sind locker

Wir haben unsere Einfahrt von einer Fachfirma - meinten diese auf jendenfall - neu pflastern lassen, Pflastersteine aus Beton wurden in Split verlegt ( keine Ahnung ob das richtig ist ), 3/5er Slit wurde verbaut. Nach dem verlegen der Pflaster wurden diese auch mit einer Rüttelplatte eingerüttelt, das sah auch alles ganz gut aus, aber es wurde VOR dem einstreuen mit Split abgerüttelt, laut Hersteller der Pflastersteine sollte man zuerst einstreuen und dann erst verdichten ? Ob das nun Schuld ist - aber die Steine sind alle Locker, dh. wenn man mit einem Auto drauffährt oder sogar einfach drübergeht bewegen sich die einzelnen Pflastersteine, das fühlt sich an wie Pudding - was uns natürlich nicht besonders gefällt, was kann man / die Firma nun machen ?

Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Gast
    Fr, 2009-02-06 17:13
    Hallo, das Betonpflaster in Splitt verlegt wird ist fachlich richtig. Ob Sand oder Splitt als Ausgleichsschicht unter dem Pflaster verwendet wird, ist regional unterschiedlich und abhängig von der Verfügbarkeit und dem Preis. Ich persönlich nehme sogar lieber Splitt obwohl er bei uns doppelt so teuer ist wie Sand. Das verfüllen (am besten einschlämmen) der Fugen zwischen den Pflastersteinen erfolgt immer nach dem abrütteln, manchmal fegt man etwas Sand vor dem abrütteln in die Fugen um ein verschieben der Pflastersteine beim abrütteln zu vermeiden. Das Fugenbild bleibt so erhalten. Das man Lava als Fugenmaterial benutzt habe ich noch nicht gehört. Lava ist in der Regel zu grob und zu teuer. Wenn die Fugen der Steine bis oben hin voll sind, dürfte gegen die Verwendung auch nichts sprechen. Wenn sich die Pflastersteine beim begehen oder befahren bewegen, liegt das Problem in der Tragschicht! Die Tragschicht ist unter der 3-5cm starken Ausgleichsschicht aus Sand oder Splitt und besteht aus Naturstein-Schotter, Betonrecycling, Sand-Kies-Gemisch oder ähnlich, bei hohen Lasten (Autobahnen etc.) sind die Tragschichten aus Beton oder Asphalt. Bei Garagenzufahrten (nur mit PKW´s befahren) reicht in der Regel eine 20cm starke Tragschicht aus Naturstein-Schotter, Betonrecycling oder Sand-Kies-Gemisch mit einer Korngröße von 0/45. Die gebrochenen Materialien Naturstein-Schotter und Betonrecycling sind langfristig besser. Somit ist das Problem eine unterdimensionierte oder überhaupt nicht vorhandene Tragschicht. Auch wenn es bitter ist, hilft nur das komplette ausbauen der Pflastersteine und das einbauen einer Tragschicht unter dem Pflaster. Wenn Ihr beim Neubau der Einfahrt auf Nummer sicher gehen wollt achtet auf folgende Dinge: - der Boden unter der Tragschicht muss gerade sein - wenn man über den Boden unter der Tragschicht läuft dürfen keine tiefen Fussspuren entstehen - die Tragschicht kann auch geprüft werden. Ein Plattendruckversuch kostet ca.200 € - die Pflasterfläche muss durch eine in Beton versetzt Pflasterreihe oder Kantensteine eingefasst werden Die RStO86 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen) regelt wie Verkehrsflächen aufgebaut sein müssen. Da die RStO86 den Stand der Technik wiedergibt hätte sich eure Firma auch daran halten müssen. Grüsse Andreas Gartenbautechniker