Was ist Brettschichtholz und kann Brettschichtholz beim Hausbau z.B. Fertighausbau oder Massivhausbau eingesetzt werden

Arten des Brettschichtholzes.

Brettschichtholz besteht in den meisten Fällen aus Kiefernholz, das technisch getrocknet wurde und bei dem festigkeitsmindernde Fehlstellen, wie optische Mängel (große Äste, Harzgallen oder aber Rindeneinwüchse) herausgeschnitten werden und dann mindestens drei Bretter oder Bretterlamellen, auch Leimholz genannt zusammengeklebt werden.

Für das Brettschichtholz werden flachkantige Bretter, meistens Fichtenholzbretter, aufeinandergelegt und mit Leim miteinander verklebt, wobei alle Bretter auf die gleiche Feuchtigkeit getrocknet werden, um später keine Schwindverformungen ausgleichen zu müssen. Die Fichtenholzbretter werden gehobelt und anschließend nach strengen DIN-Regelungen sortiert. Zinkenförmige Profile werden in die Endstücke der Bretter gefräst und anschließend verleimt. Dadurch kann eine endlos lange Lamelle entstehen. Die so entstandenen Lamellen werden auf ihre Verbrauchslänge gekürzt und miteinander verleimt, aufeinandergestapelt und anschließend mit sehr hohem Druck zusammengepresst. Das Resultat sind Holzbauteile, die durch eine sehr gute Festigkeit und Tragfähigkeit ausweisen. Teilweise werden die Eigenschaften der vorstehend genannten Hölzer durch die Verleimung übertroffen. Auch gekrümmte Bauteile können auf diese Weise hergestellt werden. Brettschichtholz ist leicht (spezifisches Gewicht) kostengünstig und fest. Das spezifische Gewicht von Brettschichtholz liegt bei unter 500 kg je Kubikmeter, währenddessen Stahlbeton mindestens das vier-bis fünffache wiegt. Durch die Festlegung einer DIN-Norm ist sichergestellt, dass der Herstellungsprozess genormt ist, konstant überwacht wird und somit ein geprüftes und genormtes Endprodukt entsteht. Brettschichtholz kann für viele Konstruktionsmöglichkeiten eingesetzt werden, da in Hinsicht auf den Trockenbau leicht zu verarbeiten und montierbar sowie biegsam ist. Darüber hinaus kann man Brettschichtholz problemlos bohren, fräsen oder auch hobeln. Brettschichtholzkonstruktionen, die im Trockenbau verwendet werden, sind zuverlässig in ihrer Beständigkeit, kostengünstig und garantieren Sauberkeit in ihrer Verarbeitung auf der Baustelle.

Darüber hinaus profitiert auch die Umwelt von der Verwendung des Brettschichtholzes, denn es ist ein natürliches Material, das über erneuerbare Ressourcen verfügt. Bei dessen Herstellung ist ein nur geringer Energieaufwand notwendig und außerdem ist es problemlos biologisch abbaubar bzw. wieder zu verwerten. Vergleicht man den Herstellungsprozess von Metall, Beton oder Kunststoff zu den für den speziellen Fall erforderlichen Holzkonstruktionen, so schneidet auch hier das Brettschichtholz mit einem Faktor von 1:4000 (4000 = Verbundfaser) ab. Darüber hinaus kann Brettschichtholz bei einer Entsorgung des Holzes wesentlich leichter entsorgt werden und in Teilen sogar wieder verwertet werden. Durch dieses Heraustrennen von Schwachstellen entsteht ein absolutes Hightech-Produkt aus natürlichen und nachwachsenden Materialien. Benutzt man hingegen ein normales Vollholz, so läuft man Gefahr, dass das Holz dermaßen nachtrocknet, dass eine Größenminderung von zu 10 mm bis 20 mm möglich ist. Dadurch kann es zu einer vermehrten Riss-Bildung kommen. Die meisten Wandschäden entstehen dadurch, dass durch eine starke Rissbildung eine Undichtigkeit der Außenwand entsteht. Dies ist zumeist eine Folge von zu nass eingebautem Bauholz.