Dachboden Dämmen

In Zeiten, wo Energie sparen, groß geschrieben wird, aber die Kosten für Öl und Gas ständig höher steigen, ist der erste Schritt eine Überprüfung der Wärmedurchlässigkeit des Gebäudes.

Dämmung des Dachbodens - hier Zwischensparrendämmung mit Dämmwolle aus GlaswolleOft genügt es schon den Dachboden zu dämmen, um diese zu optimieren. Es ist ein physikalisches Gesetz, Wärme steigt nach oben, die dann sozusagen in die Luft geblasen wird. Um den Dachboden zu dämmen sind verschiedene Kriterien zu bedenken: Ist dieses Geschoss bewohnt oder unbewohnt, ist das Haus ein Altbau bzw. Fachwerkhaus? In den Altbauten gestaltet es sich etwas aufwendiger, da die Dachsparren früher aus Holzstämmen gehauen wurden, und demnach niemals gleich waren, sodass sich unterschiedliche Abstände und Längen der Sparren ergaben. Ist alles überprüft und bemessen, kann danach die Art der Abdämmung entschieden und vorgenommen werden.

Eine Aufsparrendämmung, wird nach einer Sanierung empfohlen, da das Dach abgedeckt werden muss. Die Dämmplatten werden mit Nut und Feder auf den Sparren montiert. Bei einer Zwischensparrendämmung werden ca. 16 cm dicke Bahnen Dämmmaterial zwischen die Sparren geklemmt, alternativ können Zelluloseflocken eingeblasen werden(Altbau oder Fachwerkhaus), dies sollte aber nur ein Fachmann machen. Die 3. Möglichkeit ist die Untersparrendämmung, was in schon bewohnten Dachräumen sinnvoll ist, um nicht alle Wände erneuern zu müssen. Die Platten, z. B. aus Gipskarton mit einer Schicht Dämmmaterial auf der Rückseite, werden auf die glatten Flächen einfach aufgeklebt oder geschraubt. Ist das Dachgeschoss nicht bewohnt, genügt oft schon das Dämmen der obersten Geschossdecke. Grundsätzlich ist, wenn der Hausbesitzer den Dachboden dämmen möchte, darauf zu achten, jede noch so kleine Ritze oder Fuge zu schließen, um Kältebrücken zu verhindern, die durch Nässebildung entstehen. Dies kann zu Schäden führen, die eine Sanierung des ganzen Hauses nach sich ziehen.

Das heute noch am häufigsten verwendete Dämmmaterial besteht zu mehr als 50 % aus Mineralfasern oder geschäumten Kunststoff (Polystyrol), welche giftige Dämpfe abgeben, was zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Es ist also mehr als angebracht, nicht nur eine Alternative zu suchen, sondern auch die bessere Wahl, Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfasern, Kork, Wolle, Hanf, Flachs und recyceltes Zeitungspapier (Zellulose) zu verwenden. Der Anteil ist mit 20 % zwar immer noch zu gering, aber dies wird hoffentlich nach und nach, im Zuge der ökologischen Bauweisen, immer mehr Anklang finden. Leider ist es auch eine Kostenfrage, den Dachboden zu dämmen, und da die Materialien aus Rohstoffen erheblich kostenintensiver als die herkömmlichen industriellen Materialien sind, wird eher auf die günstigere Lösung zurückgegriffen – doch im Endeffekt können Schäden in jeglicher Form, die durch die chemischen Zusammensetzungen entstehen können, weitaus teurer kommen.