Dachziegel

Dachziegel sind Bauelemente, mit denen man geneigte Dächer eindeckt.

Schöne mediterrane Dachpfannen DachziegelSie sind grobkeramisch und flächig. Ein mit Dachziegeln eingedecktes Dach nennt man Ziegeldeckung. Wenn der Stein aus nichtkeramischen Werkstoffen wie Naturstein oder Beton besteht, wird er als Dachstein bezeichnet. Bestimmte Bauformen heißen außerhalb Dachplatten – im Falle flächiger Steine – oder Dachpfannen – im Falle von Hohlformen.

Hergestellt werden Dachziegel in verschiedenen Arbeitsschritten. Zuerst erfolgt der Abbau, dann die Aufbereitung, anschließend das Mauken oder Sumpfen, dann die Formgebung, das Trocknen, dann das Brennen und zum Schluss die Güteprüfung. Mauken oder Sumpfen bedeutet, dass man den Feuchtegehalt der Lehm-/Ton-Mischung auf den benötigten Wert reguliert, denn beim Abbau von Lehmen und Tonen weisen diese einen voneinander abweichenden Feuchtegehalt auf.

Es gibt Dachziegel in unterschiedlichen Farbtönen. Naturrote Ziegel erhalten ihre Färbung von einem hohen Eisengehalt. Bei Engobe bringt man vor dem Brennen eine Mineralien enthaltende Tonschlämme auf den Ziegel auf. Bei durchgefärbten Dachziegeln mischt man vor dem Brand Farbpigmente bei. Glasierte Ziegel erhalten ihre besonderen Eigenschaften durch das Aufbringen von eingefärbtem Quarzsand vor dem Brennen. Bei gedämpften Ziegeln mischt man der Flamme vor dem Brennen eine große Menge Brennstoff bei. So kann man sauerstoffarm brennen und der Ziegel erhält eine graue bis schwärzliche Dämpfung.

Darüber hinaus unterscheidet man verschiedene Formen von Dachziegeln. Die Obergruppen sind Strangdachziegel und Pressdachziegel. Zu den Strangdachziegeln zählen Biberschwanz, Hohlpfanne und Strangfalzziegel. Zu den Pressdachziegeln gehören Doppelmuldenfalzziegel, Flachdachpfanne, Flachkrempner und Mönch und Nonne. Dachziegel werden heutzutage auch als Dekoration benutzt, unter anderem als Wandkerzenhalter. In früheren Zeiten setzt man sie außerdem zur Bekleidung von Fassaden ein.