Dänemarks größte Baustelle bis 2008

Dänemarks größte Baustelle bis 2008 (2)
Größtes dänisches Kulturzentrum mit landesweiter Bedeutung entsteht mit PASCHAL-Technik

Eine Entwicklung aus den USA wurde erstmalig in Dänemark eingesetzt: Die sogenannte "Elefantenhaut"! Dieses spielerische, dem Zufall unterliegende Gestaltungselement von Betonoberflächen wird dort verwendet, wo Sichtbeton gefordert wird.
Bauplanungen begannen im Februar 2002, die Aushubarbeiten im Februar 2003, die Rohbauarbeiten im September 2003. Ein Projekt mit diesen Dimensionen bleibt kein starres Objekt, sondern kann sich wöchentlich ändern. Mit diesem Wissen wurden, erstmalig in Dänemark, vor Baubeginn alle Beteiligten an einen großen Tisch gerufen: Architekten, Projektleitung, Subunternehmer und Lieferanten, darunter auch die Schalungslieferanten und -planer. Mit dieser beispielhaften Zusammenarbeit wurden Problempunkte markiert, diskutiert und gelöst. 400 bis 500 Leute arbeiten in der Verwaltung und Projektsteuerung, wobei jeder verantwortliche Unternehmer und Subunternehmer mindestens einen Ansprechpartner vor Ort hat, damit dieser bei Problemen sofort einspringen kann. 600 bis 700 Leute arbeiten auf der Baustelle selbst. Baufachleute aus 20 Nationen wirken bei diesem Projekt mit, darunter auch zahlreiche deutsche. 14 Kräne liefern unaufhörlich Material dorthin, wo es gebraucht wird.

Ausführende Baufirma ist die dänische, international tätige DR Byen. Oberstes Gebot war und ist die größtmögliche Sicherheit auf der Baustelle.
Baugrund, Wasserhaltung und Fundamentierung:

Die nahe Ostsee drückt den Grundwasserspiegel bis etwa einen Meter unter die Geländeoberkante, sodass in den Baugruben eine offene Wasserhaltung notwendig war. Bevor der Bodenaushub und die Fundamentierungsarbeiten beginnen konnten, senkte man den Grundwasserspiegel auf zehn bis elf Meter Tiefe ab.

Die dänischen Gesetze zur Wasserhaltung sehen vor, dass für jeden entnommenen Kubikmeter Wasser einer zurück in den Boden injiziert werden muss. Daher drückt man es in durchlässige Bodenschichten in 30 Meter Tiefe. Zuvor hat man es zu Kühlzwecken verwendet.

Die Fundamente wurden in 3,0 m Tiefe gegründet. Bereichsweise dringen Bodenanker bis in 30 m Tiefe vor.

Während der Bauzeit verbleibt der eingepegelte Grundwasserspiegel noch auf drei Meter Tiefe. Nach Abschluss aller Arbeiten wird der natürliche Grundwasserspiegel wieder hergestellt.

Die zukünftige Fassade aus Nordwest.