Das ist wichtig bei der Baufinanzierung

Baugeld war in diesem Jahr zu günstigen Konditionen zu haben und Immobilien galten gemeinhin als starke Anlageform. Dennoch machen Anleger und Bauherren immer wieder die gleichen Fehler. Wenn man einmal bedenkt, dass eine Baufinanzierung für die meisten Bürger in diesem Land die größte Investition ihres Lebens ist, möchte man meinen, sie würden damit vorsichtiger umgehen und sich vorab besser informieren, aber gerade das ist oft nicht der Fall. Damit es unseren Lesern nicht genauso geht, wollen wir hier ein paar nützliche Tipps geben.

Kritisch bleiben und an den Tilgungssatz denken

Die erste Hürde bei einer soliden Baufinanzierung ist oft das Eigenkapital. Um sich selbst nicht völlig zu verrennen, sollte man in der Lage sein, 30 Prozent davon selbst zu decken. Hinzu kommen die erforderlichen Mittel für Nebenkosten wie den Notar, den Makler oder die Steuern. Die sogenannte Muskelhypothek, die immer dann ins Spiel kommt, wenn das Eigenkapital eben doch nicht die wünschenswerte Höhe hat, ersetzt durch eigene Arbeitskraft das fehlende Geld. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, nur sollte die eigene Arbeitskraft realistisch eingeschätzt werden. Wer sich dabei unsicher ist, ob die eigene „Muskelkraft“ ausreicht, kann die folgende Faustregel zur Hilfe nehmen: Man teile ganz einfach die Arbeitsleistungen, die man laut Planung in Eigenregie erledigen will, durch den Stundensatz eines Meisters, den man mit 50 Euro kalkulieren kann. Das Ergebnis dieser Rechnung gibt Auskunft über die Anzahl der Stunden, die ein Experte braucht, um den Job zu erledigen. Die Ersparnis bezieht sich im Übrigen lediglich auf den Lohn - die Rohstoffe werden trotzdem benötigt. Verdoppelt man die eben angesprochene Stundenzahl, weil man getrost davon ausgehen kann, dass der Laie wesentlich länger braucht als der Meister, erhält man die tatsächliche Zahl, die man in die Gleichung einsetzen muss. Klingt erst einmal ein wenig kompliziert, doch es lohnt sich, diese Rechnung einmal zu tätigen, bevor man sich durch einen unüberlegten Kredit am Ende stärker belastet, als man es eigentlich aushalten kann. Besonders wichtig ist zudem der Tilgungssatz, den die meisten Leute ja auch im Blick haben, wenn sie über die Finanzierung einer Immobilie nachdenken. Weitere Informationen gibt es auf www.baufi-info24.de.

Die Rücklagen

Der Bau oder der Kauf einer Immobilie birgt so manche Gefahr für den unbedachten Anleger. Falls man sich wider Erwarten doch mal verkalkulieren sollte und ein Darlehen gründlich in die Hose geht, ist es natürlich schwierig, weitere Finanzmittel zu erhalten, wenn die Kasse erst einmal leer ist. Dazu kommt, dass viele Banken Darlehen unter 50.000 Euro nur ungerne vergeben, weil die Bearbeitungskosten dafür eigentlich viel zu hoch sind. Aus diesem Grunde sollte man immer über bestimmte Reserven verfügen.