Der Energiepass kommt - Qualitätsausweis für Gebäude setzt neue Standards für energiesparendes Bauen

Der Energiepass kommt - Qualitätsausweis für Gebäude setzt neue Standards für energiesparendes Bauen

Bisotherm-Workshops informierten über aktuelle Themen der Branche

(Vorspann)
In diesem Jahr wird die EU-Richtlinie über die Gesamt­energie-Effizienz von Gebäuden von allen Mitgliedstaa­ten in nationales Recht umgesetzt und der Energiepass für Alt- und Neubauten verpflichtend. Was beim Ener­giepass zu beachten ist und welche Folgen er für die Praxis hat, erfuhren Bauunter­nehmer und Ar­chitekten in den eintägigen Workshops der Bisotherm GmbH, Mülheim-Kärlich. Rund 250 Teilnehmer informierten sich im November und Dezember in Bisotherm-Workshops zum Thema „Modernes und massives Mauerwerk“. In ihren Vorträ­gen informierten Experten über die neue CE-Kenn­zeichnung, das Tragverhalten von Mau­erwerk-Sicher­heitsreserven, die Preisfindung in schwierigen Markt­umfeldern und nicht zuletzt über den Energiepass. Die Workshops sind von der Ingenieur- und Architekten­kammer als Fortbildungsmaßnahmen anerkannt. Zum Thema Sicherheitsreserven im Mauerwerksbau gab Dipl. -Ing. Horst Glitza seine Erfahrungen als langjähri­ger Sachverständiger für Mauerwerksbau an die Teil­nehmer weiter. Der ehemalige wissenschaftliche Mitar­beiter beim IBAC Aachen informierte über das Tragver­halten von Mauerwerk aus Leichtbeton bezüglich der Sicherheitsreserven. Er erläuterte die statischen Aspekte wie zum Beispiel Schubtragfähigkeit und Gebäudeaussteifung sowie deren Umsetzung auch in schwierigen Regionen, beispielsweise Erdbebenge­biete. „Die technischen Innovationen auf diesem Gebiet sind vielfältig; sie müssen nur umgesetzt werden“, so Glitza.

Als einen vollen Erfolg bezeichnet Arno Helweg, Ge­schäftsführer von Bisotherm, die Workshops. „Die rege Diskussion der Teilnehmer hat gezeigt, dass gerade bei den von uns behandelten Themen erhebliches Inte­resse besteht. Insbesondere beim Thema Energie­pass.“

Die EU-Richtlinie über die Gesamtenergie-Effizienz von Gebäuden ist von allen Mitgliedstaaten im Jahr 2006 in nationales Recht umzusetzen. Für Neubauten ist seit Anfang 2002 der „Energiebedarfausweis“ ohnehin schon Pflicht und der Niedrigenergiehaus-Standard die Regel. Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie werden Energieausweise aber auch für den Gebäudebestand verpflichtend.

Dipl. Ing. Martin Knopp, technischer Mitarbeiter bei Bisotherm, referierte über die Rahmenbedingungen in Deutschland und beantwortete die wichtigsten Fragen, die sich beim Energiepass stellen. Knopp beschrieb den Energiepass als einfaches und an­schauliches System, das die energetische Qualität eines Gebäudes kennzeichnet. Ähnlich wie beim Ben­zinverbrauch von Kraftfahrzeugen soll mit seiner Hilfe eine einfache Beurteilung der Gebäude hinsichtlich ihres Energie­verbrauchs vorgenommen werden. Der Energiepass ermöglicht den Energiebedarf von Häusern bundesweit unkompliziert zu vergleichen und dient dem Hausbesit­zer als Qualitätsnachweis bei der Vermietung oder dem Verkauf seiner Immobilie.

Bei steigenden Ansprüchen an Energie-Einsparung und Wärmeschutz schaffe der Energiepass Anreize zur Modernisierung und gebe Marktimpulse für energiesparendes Bauen. Knopp: „Energie-effizientes Bauen bekommt in der Zukunft eine immer größere Bedeutung. Ob es sich nun um einen Neubau oder um die Modernisierung eines Gebäudes handelt, bei stei­genden Energiepreisen wird die energetische Qualität einer Immobilie zu einem entscheidenden Kri­terium.“

Vom Keller bis zum Dach ergeben sich vielfältige Opti­mierungsmöglichkeiten. Das größte Po­tenzial liegt hier im Bereich der Gebäudehülle, bei der Wärmedämmung der Außenwände, des Dachs und der Kellerdecke. Bei einer konsequenten energetischen Bauweise und Sanierung spielt die Auswahl der richtigen Baumateria­lien eine entscheidende Rolle. Die Leichtbetonsteine aus Naturbims von Bisotherm ermöglichen durch ihre hochwärmedämmenden Eigen­schaften eine fach­ge­rechte, energetische Bauweise und Sanierung in allen Bereichen.

Bauherren und Pla­ner, die bei ihrem Neubau eine konsequente, energie-effiziente Bauweise erwägen, sind mit den Naturbims­steinen von Bisotherm gut beraten. Denn die wärme­dämmenden Eigenschaf­ten der spezialgefertigten, plangenauen Naturbims­steine schaffen optimale Vor­aussetzungen für die Er­richtung von KfW 60, KfW 40- und Passivhäusern. Die Kredit­anstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert diese Bauwei­sen mit zinsgünstigen Kre­diten zu Konditionen, deren Zinsen etwa ein Prozent unter dem Marktniveau liegen.