Der Putzmörtel

Woraus besteht der Putzmörtel?


Der Putzmörtel ist einer der Baustoffe, welche aus verschiedenen Zusatzstoffen zu einem Gebinde vermengt werden. Dieser Mörtel, dessen Zusammensetzung sogar in einer eigenen Norm protokolliert ist, wird zum Verputzen von verschiedenen Bauelementen verwendet, wobei man zwischen dem Putzmörtel für den Innenausbau und dem Putzmörtel für die Außenarbeiten unterscheidet. Der Putzmörtel besteht aus sogenannten Bindemitteln, den Zusatzstoffen und anderen Zuschlägen. In der Regel wird der Putzmörtel bereits fertig gemischt an die Baustoffhandlungen und in die Baumärkte geliefert. Allerdings gibt es noch einige "alte Hasen", welche den Putzmörtel noch selbst herstellen können. Da jedoch die Beschaffung und die Mischung der verschiedenen Zusätze und Bindemittel einen zusätzlichen Aufwand darstellen, gilt der Kauf des bereits fertig gemischten Putzmörtels die bessere und gleichmäßigere Alternative. Bei einigen Sorten des Außenputzmörtels sind sogar bereits die Farbstoffe beigemischt, sodass bereits ein weiterer Arbeitsschritt im Vorfeld erledigt ist.

Die einzelnen Gruppen des Putzmörtels
Der Putzmörtel wird in fünf Gruppen mit den Unterscheidungen P1 bis P5 deklariert, wobei die Sortierungen P1 und P2 sowohl für die Innenarbeiten als auch für den Außenputz verwendet werden. Die Sortierung P3 wird ausschließlich für den Außenputz angewendet, während die Sorten P4 und P5 speziell nur für die Innenverputzung Verwendung finden. Die Unterscheidungen und Gruppierungen beziehen sich aber auch auf die speziellen Zusätze. Die Gruppe P1 bezeichnet die Mischung aus Sand und gebranntem Kalk. Bei der Gruppe P2 wird zusätzlich Zement beigefügt, während die Gruppierung P3 nur aus Sand und Zement zusammengesetzt ist. Die Gruppe P4 wird als Gipsmörtelgruppe bezeichnet und enthält ein Gemisch aus Sand und Gips. Die fünfte Gruppierung setzt sich aus dem Zusatzstoff Anhydrit und Sand zusammen. Bei den fünf Hauptgruppierungen gibt es noch zusätzlich einige Untergruppen, auf die in dieser Dissertation jedoch nicht eingegangen wird.

Die wichtigste Putzmörtelart
Zu den beiden wichtigsten und am meisten Verwendung findenden Sorten des Putzmörtels zählen der Kalkputz und der Kunstharzputz. Die bis in die 80er Jahre am meisten verwendete Sorte war der Kalkputz, da dieser sowohl für die Außenwände als auch zum Verputzen der Innenwände sehr gern genommen wurde. Der absolute Vorteil des Kalkputzes liegt in der geringen Menge an Wasserzusatz, sodass die aufgetragene Masse viel schneller austrocknet und dadurch feuchtigkeitsregulierend wirkt. Ein weiterer uns ebenfalls wichtiger Vorteil ist die möglichst lange Verhinderung von Schimmelbildung aufgrund seines alkalischen Zusatzstoffes. Bis in die 80er Jahre galt als Nachteil am Kalkputz die lange Standzeit zum Austrocknen, da dieser Putz in zwei Lagen aufgetragen werden musste, um auch die optimale Wärmebindung zu gewährleisten. Mittlerweile wurde der Kalkputz jedoch weiter verbessert und gewinnt wieder immer mehr an Bedeutung, da dieser jetzt nur noch einmal aufgetragen werden muss und die Wärmebindung trotzdem gewährleistet ist.