Deutsche Geothermiebranche im Fokus von Finanzierern

Deutsche Geothermiebranche im Fokus von Finanzierern

Freiburg (iwr-pressedienst) - Nicht zuletzt aufgrund der globalen
Spitzenstellung des hiesigen Sektors der Erneuerbaren Energien,
repräsentiert die deutsche Geothermiebranche einen äußerst interessanten
Markt, auch für ausländische Kapitalgeber. „Angesichts der
unausgeschöpften Potenziale am Oberrhein und im bayerischen Molassebecken
bieten sich hervorragende Perspektiven, selbst wenn die Konditionen in
anderen Regionen der Welt möglicherweise noch günstiger sind. Wir sind
bereit, uns in allen Entwicklungsphasen bei deutschen Geothermieprojekten
zu engagieren“, so Alexander Richter, Analyst für nachhaltige Energien bei
der isländischen Bank GLITNIR. Das Finanzinstitut aus dem hohen Norden,
besitzt bereits beträchtliche Erfahrung bei der Finanzierung von
Geothermieprojekten und stützt sich auf ein Netzwerk, das sich von
Nordamerika über Island und Osteuropa bis nach China spannt.
Als Sponsor der 3. Internationalen Geothermiekonferenz am 19. April
2007 in Freiburg, weist das Kreditinstitut den Weg, den augenscheinlich
auch hiesige Finanzierer zu gehen bereit sind. Über dreißig Repräsentanten
des Kapitalsektors sind bereits angemeldet, um ihre Fachkenntnisse zu
erweitern und Kontakte zur Industrie zu knüpfen. „Projekte zur
geothermischen Stromerzeugung sind äußerst vielschichtig. Besonders
wichtig ist es daher aus unserer Sicht, Strukturen und Lösungsansätze zu
entwickeln, die das Risiko beherrschbar werden lassen, um letztendlich
auch das benötigte Kapital freizusetzen“, so Heribert Sterr-Kölln von
Sterr-Kölln & Partner. Um die entscheidenden Faktoren adäquat bewerten zu
können, ist der Austausch mit Projektentwicklern, Wissenschaftlern,
Investoren und anderen Fachleuten immens wichtig.

Dies gilt fraglos auch für den Eigenkapitaleinsatz. “Bevor die
strategische Entscheidung getroffen wurde, Kapital in die Entwicklung
neuer Vertikalbohrtechnologie zu investieren, wurde eine sorgfältige
Analyse durchgeführt”, so Werner Suhm, Mitglied des Vorstands der
Herrenknecht AG, im Hinblick auf das im Jahr 2005 gegründete
Tochterunternehmen Herrenknecht Vertical GmbH.

Die 3. Internationale Geothermiekonferenz am 19. April 2007 im Freiburg
vermittelt einen Einblick zu Finanzierung und Risikomanagement von
Geothermieprojekten anhand praktischer Beispiele im In- und Ausland.
Organisatoren der Veranstaltung sind die forseo GmbH und der fesa e.V..

forseo ist ein national und international tätiges Kompetenz- und
Dienstleistungszentrum für Fragen der Finanzierung nachhaltiger
Energieprojekte. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen,
Finanzdienstleistern und anderen privaten und öffentlichen Institutionen
fördert forseo den Aufbau strategischer Partnerschaften.

Der fesa e.V. verfolgt seit 1993 das Ziel der Energiewende am Oberrhein
hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung durch Erneuerbare Energien.
Die Entwicklung innovativer Projekte, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying
stehen im Vordergrund der Vereinsinteressen.

Die 3. Internationalen Geothermiekonferenz steht unter der
Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) und wird unterstützt von der Geothermischen
Vereinigung e.V. und der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie.
Hauptsponsoren sind GLITNIR, Sterr-Kölln & Partner und die Herrenknecht
Vertical GmbH.

Am Vortag findet am gleichen Ort die Konferenz “Banking meets New
Energy –Kreditinstitute und Neue Energien im Dialog” statt. Weitere
Informationen unter http://www.forseo.de

Freiburg, den 29. März 2007