Die Dämmung der Fassade

Die Dämmung der Fassade

In den Jahren des Wiederaufbaus und des anschließenden Aufschwungs verkleidete man die bereits bestehenden, doch bis dato ungedämmten Häuser mit kleinen Platten, welche auf der Unterseite eine Dämmschicht aufwies, um zu gewährleisten, dass nicht die gesamte Wärme aus dem Haus entweichen kann. Jedoch hatte man vor allem bei den Mehrfamilienhäusern übersehen, dass es nicht nur reicht, diese kleinen Platten als Dämmung der Fassade anzubringen, sondern auch eine bereits bekannte Feuchtigkeitssperre. Daher konnte es bei sehr starken Regenfällen schon passieren, dass die Feuchtigkeit in die Dämmung dringen konnte und diese Dämmung schon praktisch zwecklos wurde, da die Feuchtigkeit auch bereits in die Wand eindringen konnte.

Wer sein Haus in den 1980er Jahren errichtet hat, wird sich überlegen, ob er eventuell nach knapp 30 Jahren seiner Fassade eine kleine Auffrischung geben sollte. Dabei kann er zudem auch die bisherige Dämmung der Fassade auf den neuesten Stand bringen und somit ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung rund 30 % der bisherigen Kosten für die Wärmeenergie einsparen. Die zusätzlichen Kosten für die erweiterte und verbesserte Dämmung würden sich zwischen zwei und fünf Euro pro Quadratmeter belaufen. Rechnet man dies auf die ständig gestiegenen Heizkosten um, so hat sich diese Investition bereits nach rund vier Monaten amortisiert, und wenn es dann auch noch zu einem solch strengen Winter wie zu Beginn des Jahres 2010 kommen sollte, ist die Mehrbelastung bereits nach drei Monaten wieder eingefahren.

Die Dicke einer Dämmung ist ganz entscheidend bei der Dämmung der Fassade, denn wenn es bislang noch 10 Zentimeter Stärke der Dämmung waren, so wird man jetzt für den Umbau mindestens 15 Zentimeter Dämmschicht verwenden, denn damit erhält das Haus, obwohl es bereits vor rund 30 Jahren erbaut worden ist, den Status eines Niedrigenergiehauses. Wer die Dämmung nach der Energieeinsparverordnung von 1995 einrichten lässt, kann zudem auch noch auf staatliche Zuschüsse hoffen, da die gesamte Außenstruktur nach den neuen Richtlinien geändert wurde.

Der Eigentümer des Hauses soll sich doch wohlfühlen, und nicht das Gefühl haben, als würde es noch von irgendwo her ziehen. Dies kann man aber auch bereits an den Innenwänden spüren, denn hier können bereits drei Grad Wärmeunterschied ein leicht fröstelndes Gefühl erzeugen. Selbst bei einem Neubau kann es schon durchaus passieren, dass die eine oder andere Wärmebrücke übersehen wird, denn dann sind die vorgegebenen Werte für die Energieeinsparung nicht mehr gegeben. Somit ist es nach der Fertigstellung der Fassade im schlüsselfertigen Zustand durchaus richtig, wenn man sich durch einen Fachmann mit einer Wärmebildkamera davon überzeugen lässt, ob es noch verschiedene Wärmebrücken gibt, oder ob die Fassade optimal gedämmt wurde.