Die MDF-Platte und der Einsatzbereich von MDF-Platten beim Hausbau

MDF-Platten sind sehr beliebte Konstruktionsmaterialien im Holz- und Hausbau.

Der Begriff MDF kommt aus der englischen Bezeichnung medium density fiberboard. Eine MDF-Platte ist nicht anderes als eine mitteldichte Holzfaserplatte oder mitteldichte Faserplatte, die aus einem Holzfaserwerkstoff besteht. Die DIN 316 Absatz 3.2.3 definiert den Aufbau einer MDF-Platte. Die Norm unterscheidet drei Typen von MDF-Platten. Es gibt die HDF-Platten mit einer Dichte größer als 800 kg/m³. Darunter liegen die Leicht-MDF-Platten mit einer Dichte kleiner als 650 kg/m³ und die Ultraleicht-MDF-Platten, die eine Dichte von kleiner als 550 kg/m³ aufweisen. Die Dichte von MDF-Platten liegt zwischen der von Schnittholz und von Nassfaserplatten. Daher der Name "Mitteldichte Faserplatte".

Die MDF-Platte kommt ursprünglich aus den USA. Sie wurde erst Ende der 1980er Jahr in Deutschland eingeführt. Vor allem durch die technischen Eigenschaften ist die MDF-Platte weltweit der am stärksten wachsende Holzwerkstoff. Die MDF-Platte wird aus feinstzerfasertem, in erster Linie rindenfreien Nadelholz, durch eine schonende Verpressung hergestellt. Dabei entsteht ein in Längs- und Querrichtung homogener Holzwerkstoff. Üblicherweise gibt es die MDF-Platte in Dicken von 2 mm bis 60 mm. Die Dichte ist wählbar von 600-1000 kg/m³.

Grundsätzlich ist eine MDF-Platte sehr gut zu verarbeiten. Sie ist in der Anwendung sehr vielseitig. Sie wird insbesondere als Trägerplatte für Fußböden eingesetzt. MFD-Platten sind schwingungsfrei, daher eignen sie sich auch gut für den Lautsprecherbau. Den größten Anwendungsbereich haben MDF-Platten im Tischlereibereich. Aus ihnen werden Möbel gefertigt. Beispielsweise werden Profilverzierungen von Küchenfronten aus MDF hergestellt. Weil die Oberfläche homogen und glatt ist, eignet sich eine MDF-Platte auch für den Architekturmodellbau. Verarbeitet werden MDF-Platten genauso wie Vollholz mit denselben Maschinen. Insbesondere lässt sich MDF sehr gut fräsen. Der Vorteil von MDF ist, dass sie gut mit Lacken und Farben behandelt werden können. Die Fläche wird dabei sauber und glatt.

MDF ist aufgrund seiner bequemen Verarbeitung ein sehr beliebter Werkstoff. Die Tischler und Schreiner setzen sie vor allem beim Innenausbau sehr häufig ein. Mittlerweile gibt es sogar Platten, die sich biegen lassen. So lassen sich auch gerundete Formen wie Erker oder Treppenhäuser gut verkleiden. Auch im Sanitärbereich können MDF-Platten als Trägerelemente für Fliesen eingesetzt werden. MDF-Platten sind absolut wärmedämmend und auch schwingungsdämmend. Teilweise gibt es auch schon MDF-Platten mit vorgefrästen Nuten, damit die Platten besser verarbeitet werden können. MDF-Platten können auch mit Tapeten beklebt werden. So gibt es vor allem im Innenausbau gute Möglichkeiten mit MDF-Platten. Sie lassen sich beispielsweise in unterschiedlichen Farben lackieren und an der Wand ankleben. Aufgrund der sehr glatten Oberfläche wird die Lackierung sehr schön.