Dumper

Der Begriff Dumper kommt aus dem amerikanischen Raum und steht für die Bedeutung eines Muldenkippers.

Bild Dumper Muldenkipper Bild gebrauchte Baumaschine für Abbrucharbeiten und Erdarbeiten TiefbauDabei ist es in der Regel nicht von Bedeutung, ob die Mulde sich über und hinter dem Führerhaus befindet oder vor dem Fahrerhaus. Diese Muldenkipper, wie diese Fahrzeuge im deutschsprachigen Raum genannt werden, tauchten erstmals nach dem Ersten Weltkrieg in Amerika auf und bestanden aus einem Fahrersitz mit Lenkrad und einer davor angebrachten Mulde, die durch einen Hebel an der Seite aus der Sperre gelöst werden konnte und anschließend mit Muskelkraft gekippt werden konnte. Recht schnell hatten seinerzeit die Arbeiter herausgefunden, dass man mit besonderem fahrerischen Können nach dem Lösen der Muldensperre die Mulde auch während des Fahrbetriebs zum Kippen bringen konnte, indem man stark bremste und die Mulde durch den Schwung umkippte. Zurück in die Ausgangsstellung gebracht werden musste die Mulde jedoch nach wie vor von Hand.

Die erste Verbesserung an diesem kleinen Dumper fand in einem Hebelgestänge statt, wo der Fahrer die Mulde per Hebel zum Kippen und auch anschließend wieder zurück in die Ausgangsposition bringen konnte. Diese kleinen motorisierten Dumper wurden später auch im Minen- und Tunnelbau eingesetzt, um das nicht mehr benötigte Material aus dem Berg herauszubringen. Der erste große Dumper, wie konnte es auch anders sein, wurde vom amerikanischen Unternehmen Caterpillar für besondere Arbeiten in den Steinbrüchen entwickelt, wo die Fahrerkabine vollständig unter der Muldenumrandung war, damit der Fahrer vor eventuell vorn herausfallendem Gestein geschützt war. Damit eroberte diese neue Fahrzeugart den gesamten Erdball. In Deutschland wurden die ersten größeren Muldenkipper vor allem nach dem zweiten Weltkrieg zum Abtragen von Schutt und Geröll eingesetzt. Vor allem der Vorderkipper wurde in den ersten schweren Nachkriegsjahren benötigt, denn durch die ganzen Bombenangriffe lagen viele Gebäude in Schutt und Asche. Die Frauen suchten in dem Schutt nach brauchbaren Steinen für den Aufbau von Gebäuden. Andere Frauen schaufelten den restlichen Schutt in die Mulde zum Abtransport.

Die Muldenkipper wurden größer und gelenkiger. Es wurden sogar besondere Knick-Lenker als Muldenkipper entwickelt, die bedeutend wendiger waren als die starren großen Kipper. Die größten Muldenkipper baut derzeit die deutsche Firma Liebherr, deren höchstes Gesamtgewicht 592 Tonnen bei einer Nutzlast von 360 Tonnen beträgt. Außer den mittlerweile nur noch für Garten- oder Friedhofsarbeiten eingesetzten Mini-Dumpern wurden ab 1950 alle größeren Muldenkipper mit einem Allradantrieb ausgerüstet, da diese Fahrzeuge teilweise in schwerem Gelände ihre Arbeit verrichten müssen. Aus diesem Grunde wurden diese Fahrzeuge auch als erste Transportfahrzeuge mit den großen und breiten Reifen ausgerüstet.