Effektivere Katastrophenhilfe

Effektivere Katastrophenhilfe
Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

(04.11.2004 09:46)

(Brüssel/Berlin) - Die Europäische Kommission und das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) vereinbarten heute eine Intensivierung ihrer Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenhilfe. Die Vereinbarung soll eine effiziente Zusammenarbeit in den Fällen gewährleisten, in denen beide Organisationen einem Land, das von einer humanitären Katastrophe oder einer Naturkatastrophe heimgesucht wird, helfen oder die Hilfeleistung unterstützen. Ziel ist es, die verfügbaren Ressourcen maximal zu nutzen und Doppelarbeit zu vermeiden. Der Kommission stehen zwei Instrumente für die Katastrophenhilfe zur Verfügung: das Amt der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe (ECHO), durch das Maßnahmen zur Soforthilfe und zur Unterstützung durchgeführt werden, und das Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz, das hauptsächlich die Hilfe für Länder innerhalb und außerhalb der EU bei Katastrophenschutzfällen koordiniert. UNOCHA kommt gemäß seines Mandats bei der Leitung und Koordinierung der Nothilfemaßnahmen der internationalen Gemeinschaft eine zentrale Bedeutung zu. Es betreibt ein integriertes Notfalleinsatzsystem, das die internationalen Hilfsmaßnahmen nach Naturkatastrophen und komplexen Notfällen überwacht, übernimmt und koordiniert.
Poul Nielson, EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, erklärte dazu: „Ich begrüße die weitere Stärkung der bereits engen Beziehungen zwischen der Kommission (ECHO) und UNOCHA bei der Reaktion auf humanitäre Katastrophen. Sie ist ein weiteres Zeichen der EU für die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und für ihre Unterstützung.“ Die für Umwelt zuständige EU- Kommissarin, Margot Wallström, ergänzte: „Unser Verfahren für den Katastrophenschutz hat sich als äußerst wertvoll erwiesen. Seit Januar 2002 wurden die Hilfsmaßnahmen für Opfer von mehr als 60 Katastrophen weltweit koordiniert. Die engere Zusammenarbeit mit UNOCHA wird dazu beitragen, das Verfahren zum Vorteil der Opfer, die unsere Hilfe benötigen, noch effektiver zu machen." Jan Egeland, UNO-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfe-Koordinator, sagte weiterhin: „UNOCHA verfügt über eine einzigartige, in mehr als 30 Jahren herangewachsene Erfahrung im Bereich der Katastrophenhilfe und kann inzwischen mehr als 100 Notfälle pro Jahr bewältigen. Ich bin davon überzeugt, dass die wirksame Zusammenarbeit zwischen UNOCHA und der Europäischen Kommission den Opfern einer Katastrophe bestmöglich helfen wird."

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