Einblicke in die Ausbildungswelt

Einblicke in die Ausbildungswelt

Lehrerfortbildung in Hwk-Bildungszentren

Presse-Informationen der HwK Trier
Was erwartet meine Schüler nach der Schulzeit? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte aus Haupt- und Regionalen Schulen in den Bildungszentren der Handwerkskammer Trier.Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Vorjahr luden die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und die Kammer erneut rund 60 Lehrkräfte aus dem Fach Arbeitslehre zur praxisnahen Fortbildung ein. Im Mittelpunkt des ersten Tages standen die Umstrukturierungen im berufsbildenden Schulwesen, die Kooperationsangebote des Handwerks sowie verschiedene Workshops zu Themen wie "Betriebspraktika", "Fachfremdes Unterrichten", "Eignungstests" und "Erwartungen der Ausbildungsbetriebe an Bewerber".

Eine gezielte Berufsvorbereitung und die Hilfe bei der Suche nach dem "richtigen" Ausbildungsplatz wird für die Lehrkräfte an den allgemein bildenden Schulen zunehmend zu einer Kernaufgabe. Umso wichtiger ist es daher, auch den persönlichen Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben zu pflegen.

Gerade Schüler mit schwächeren Noten können so die Chance erhalten, sich z.B. über ein Praktikum für eine Lehrstelle zu empfehlen. Erfahrungen mit "arbeitsweltorientierten Klassen" zeigen, dass eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft hier sehr erfolgreich sein kann.

Der zweite Tag der Fortbildung stand ganz im Zeichen der Praxis. In verschiedenen Werkstätten der Handwerkskammer sowie in der Berufsbildenden Schule für Ernährung, Hauswirtschaft und Soziales in Trier konnten die Lehrerinnen und Lehrer insgesamt neun Berufsbereiche erkunden.

Arbeitslehre-Lehrer Sven Weirich von der Theodor-Heuss-Hauptschule in Trier: "Ich habe den Bereich Holz gewählt, weil dies ein schöner Werkstoff ist, der sich von den Schülern auch leicht bearbeiten lässt. Wir haben in unserer Schulwerkstatt noch eine ältere Maschine, die ich jetzt noch besser nutzen kann."

In den Fachräumen der Berufsbildenden Schule wurde ausgebeint und Bratwurst und Schwenkbraten hergestellt. In der Konditorei war vor allem Kreativität bei der "Zuckerbäckerei" angesagt.

Lehrerin Annette Krapf von der Trierer Hauptschule St. Maximin besuchte den Friseursalon in der Kammer und stellte resümierend fest: "Der Anspruch an die Lehrlinge im Handwerk ist ja enorm gestiegen. Für mich war es besonders wichtig, Einblick in die spätere Ausbildungswelt meiner Schüler zu erhalten." Und genau dies war schließlich das Ziel dieser Fortbildungsveranstaltung.

Hwk/ Ansprechpartner: Günther Behr, Tel. 0651/207-121
E-Mail: gbehr@hwk-trier.de