Eine aktuelle Umfrage der Initiative EnergieEffizienz zeigt: Weniger als 50 Prozent der Bundesbürger schalten ihr Fernsehgerät richtig aus
Berlin, November 2002. Viele Konsumenten lieben es bequem im Heimkino und verbrauchen dadurch unnötig viel Strom: Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Initiative
EnergieEffizienz, einem Bündnis aus Wirtschaft und Politik, das von den Verbänden der Energiewirtschaft (VDEW, VRE, VKU) und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) getragen und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert wird. Weniger als 50 Prozent aller Bundesbürger schalten ihren Fernsehapparat nach Gebrauch stets vollständig aus.
Die Fernbedienung wird es schon richten so scheint das Credo der
Mehrzahl zu lauten. 30 Prozent aller Befragten geben in der repräsentativen Erhebung an, ihr Fernsehgerät nach der Nutzung immer im Stand-by-Modus zu lassen und nicht vollständig abzuschalten. Weitere 24 Prozent lassen ihren Apparat zumindest
gelegentlich im Stand-by-Betrieb, obwohl der Fernsehabend vorbei ist. Ein weiteres alarmierendes Ergebnis der Umfrage der Initiative EnergieEffizienz: Bei den unter 35-
Jährigen schaltet sogar nur jeder Vierte den Fernseher regelmäßig vollständig aus. Ähnliches wie für den Fernseher gilt auch für die Hifi-Anlage: 38 Prozent der Befragten
bestätigen, dass sie ihre Musikanlage nicht jedes Mal nach Gebrauch richtig
abschalten. Bei Geräten, für die es keine Fernbedienung gibt, sieht es ein wenig besser aus: Ihren Computer schalten 30 Prozent und ihre Drucker 18 Prozent nicht immer aus. Außerdem lässt fast jeder Dritte das Ladegerät für das Mobiltelefon auch dann in der Steckdose, wenn das Handy bereits aufgeladen und schon abgestöpselt ist. Das Ladegerät verbraucht damit weiter unnötigen Strom. Die Jüngeren sind auch das belegt die Umfrage im Vergleich mit älteren Menschen zwar besser mit Geräten bestückt, nutzen sie aber weniger energieeffizient und umweltbewusst: Außer dem Fernseher lassen sie ihre Musik-Anlage, Radios und Computer häufiger im Stand-by-
Betrieb als die ältere Generation.
Die Umfrage-Ergebnisse machen deutlich, wie viel Strom unnötig verbraucht wird.
Genau an dieser Stelle setzt die Initiative EnergieEffizienz an. Sie macht Verbraucher auf versteckten Stromverbrauch aufmerksam und stattet sie mit wertvollen Effizienz-
Tipps für den Privathaushalt aus. Intelligente Stromnutzung ist einfach, bequem und zahlt sich aus. Der energieeffiziente Konsument schont seinen Geldbeutel und trägt
aktiv zum Klimaschutz bei, betont Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung bei der dena. Denn eigentlich ist Stand-by eine praktische Sache. Mit Hilfe dieser Funktion arbeitet die Technik Tag und Nacht für uns. Ihr großer Nachteil: Viele Geräte verbrauchen zu viel Strom im Bereitschaftsmodus. Manche sogar, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Und genau das gilt es zu vermeiden.
Für alle, die sofort Schluss machen wollen mit unnötigem Stromverbrauch, hier die zwei wichtigsten Tipps. Erstens: Wenn Sie Schluss machen, tun Sie es richtig! Achten Sie darauf, dass sie Ihr Gerät vom Stromnetz trennen. Schalten Sie es direkt am Gerät
aus, ziehen Sie den Netzstecker oder nutzen Sie eine abschaltbare Steckerleiste.
Zweitens: Fragen Sie nach! Ganz gleich ob Video-Rekorder, CD-Player oder PC
informieren Sie sich bei jedem Neukauf bei Ihrem Händler über den Stand-by-
Verbauch des Gerätes.
Weitere Ratschläge und Informationen bietet die Website www.initiativeenergieeffizienz.de. Auch die kostenlose dena-Energiehotline steht unter 0800- 0736 734 rund um die Uhr bei allen Fragen zum Thema Stand-by zur Verfügung.
Die Untersuchung wurde von dem Meinungsforschungsinstitut INRA als computergestützte Telefonumfrage vom 9. bis 12. Oktober 2002 durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Personen über 14 Jahren befragt, ob sie ihre Elektro-Geräte (Schwerpunkt: Unterhaltungselektronik, Kommunikations- und Informationstechnik) im Stand-by-Modus lassen, wenn sie nicht in Gebrauch sind.
Inhaltliche Fragen beantwortet:
Annegret-Cl. Agricola
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Chausseestraße 128a
D-10115 Berlin
Tel. 030-726 16 56-51
Fax 030-726 16 56-99
E-Mail: agricola@deutsche-energie-agentur.de
Presseanfragen beantwortet:
Nicole Kreja
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