Im Bauwesen kommt es für die Stabilität der Gebäude und Bauwerke auf einige faktoren an, die vor dem Bau bedacht und geplant sein wollen.
Eine davon ist die Einbeziehung der sogenannten Verkehrslast oder auch oder Nutzlast des zukünftigen Gebäudes. Sie beinhaltet die veränderliche Einwirkung auf die Bauteile, die auch beweglich sein kann. Als Folge von zum Beispiel Personen, Einrichtungsgegenständen, Maschinen oder auch Fahrzeugen kann eine unterschiedliche Belastung entstehen. Es kann hier kurzzeitig zu extremen plötzlichen Veränderungen kommen, die zu einem unplanbaren Zeitpunkt für extrem hohe Werte sorgen. Verkehrslasten werden im Gegensatz zu ständigen Lasten nur dann bei der statischen Rechnung berücksichtigt, wenn sie sich ungünstig auswirken und das Gebäude in seiner Stabilität beeinflußt. Die häufigsten Bauwerke für die Einbeziehung einer starken Verkehrslast sind typischerweise Straßenbrücken und Fußgängerbrücken. Hier wird durch Lastmodelle eine Verteilung der Lasten in unterschiedlichen Situationen simuliert. Hier gibt es verschiedene Lastmodelle. Es werden Lasten durch Schwerlastfahrzeuge und Personenkraftwagen simuliert.
Modellierung und auch Kalibrierung werden durch statistische Auswertungen des erhobenen Verkehrsaufkommens auf ausgewählten Strassen, die mit der zukünftigen Situation vergleichbar sind. Erweiterte Lastmodelle gibt es in Deutschland mit der sogenannten militärischen Lastenklasse, die sehr schwere Lastenklassen ansetzt. Fußgängerbrücken müssen natürlich nicht den unter Umständen extremen Bedingungen standhalten, wie Verkehrsbrücken. Eisenbahnbrücken werden mit wieder anderen Lastenmodellen statisch festgelegt. Für den normalspurigen Bahnverkehr in Deutschland auf Strecken des Personen- und auch des Güterverkehrs wird beispielsweise mit Lastmodell 71 gerechnet. Besondere Strecken, die vermehrt Schwerverkehr aushalten müssen, sind wieder zusätzliche Lastmodelle zu beachten.



