Einsatzmöglichkeiten von Baugips beim Hausbau

Gips als Baustoff: Baugips ist ein Sammelbegriff für Bindemittel, die hauptsächlich bei Stuckarbeiten, Putzarbeiten sowie bei der Produktion von Gipsbauplatten verwendet werden.


Der sogenannte Baugips wird eher selten für die Bearbeitung von Außenfassaden benutzt. Man hat schon die Möglichkeit den Gips vor Gebrauch imprägnieren zu lassen, um diesen dann für Außenarbeiten zu benutzen, aber die Mehrheit nutzt ihn vorwiegend für den Innenausbau. Denn Gips tendiert bei der falschen Handhabung, wie falscher Einbau oder auch bei schlechter Luftversorgung, zu Pilzbefall und zu unschönen Verfärbungen. Wie jeder weiß, ist Gips wasserlöslich. Das ist auch ein Grund dafür, für den Bau von zum Beispiel Badezimmern oder auch bei Bauarbeiten im Kellerbereich, lieber auf einen anderen Baustoff zurückzugreifen; es gibt Baustoffe, die extra für sogenannte Nasszellen ideal sind und die keine negativen Auswirkungen haben. Zurück zum Gips. Gips ist ein Mineral (Ca[SO4] • 2 H2O); im Vergleich zu anderen Mineralien ist dieser, auch wenn man es nicht erwartet, im Wasser nur schwer löslich. Durch Zerspaltung entstehen perlmutt-glänzende Tafeln, sogenanntes Marienglas. Ist der Gips noch feinkörniger und durchscheinender, wird er auch Alabaster genannt.


Schon vor über 9.000 Jahren war der Gebrauch von Gips als Baustoff bekannt. Er wurde zur Ornamentierung von Innenwänden verwendet und auch als eine Art Mörtel – gestreckt mit Kieselsteinen oder Kalk. Anstelle von Marmor wurde Gips/Alabaster als Wandbelag und auch als Baustein genutzt. Im alten Griechenland wurde Baugips gerade aufgrund seiner einfachen und leichten Bearbeitung für die Bauornamente an den Häusern gebraucht. Da wir gerade bei den Griechen sind: auch der Name Gips stammt aus dem Griechischen, er bedeutet Kreide (gypsos). Und auch heute wird Gips beispielsweise zur Renovierung der Innenbereiche, zum Ornamentieren genutzt, allerdings wird der Gips dann Stuckgips genannt. Mit ihm werden auch minimal-schadhafte Stellen und Mulden geschlossen. Wenn man zum Beispiel seine Wohnung neu tapezieren möchte, die Beschaffenheit der Wände, aufgrund von Unebenheiten und rauen Wänden, dies aber nicht zulassen, kann Gips auch dazu verwendet werden, wieder eine tapezier- und streichtaugliche Oberfläche herzustellen. So ist ein müheloses und akkurates Ergebnis beim Tapezieren und auch beim Streichen gewährleistet.
Bei einem Hausbau werden Gipskartonplatten verwendet, um Trennwände herzustellen, natürlich nur für Wände, die nicht statisch belastet sind. Gips wäre für so etwas zu instabil.


Auch Gipswandbauplatten und Gipsplatten mit einer Metallunterkonstruktion erlauben einen robusten Aufbau. Ein weiterer Aspekt, der für die Nutzung von Gips im Bauwesen spricht: der hohe Feuerwiderstand. Bei einem Feuerausbruch bildet das Kristallwasser im Gips, auf der zum Brand geneigten Seite eine Art Dampfschleier und wirkt so schützend.
 

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