Einsatzmöglichkeiten von Leichtbeton beim Bau eines Hauses

Beim Leichtbeton handelt es sich um einen Beton, der ein maximales Raumgewicht (beziehungsweise eine Trockendichte) von 2.000 Kilogramm pro Kubikmeter hat.

Danach folgt der Normalbeton mit einem Raumgewicht von 2.000 bis 2.600 Kilogramm pro Kubikmeter. Der Leichtbeton wird unterteilt in Rohdichteklassen. Diese sind 1,0; 1,4; 1,6; 1,8; und 2,0. Diese haben eine Rohdichte von 800 bis 2.000 Kilogramm pro Kubikmeter. Somit ist ein Minimalgewicht von 350 Kilogramm pro Kubikmeter möglich. Leichtbeton hat im Vergleich zu Normalbeton eine geringere Dichte. Diese ergibt sich bei der Herstellung. Weitere Einflüsse für die geringere Dichte sind Zusätze wie leichte Gesteinskörnungen oder die Art des Gefüges des Leichtbetons. Diese genannten Gesteinskörnungen haben dann beispielsweise eine hohe Porosität. Das heißt, dass die verwendeten Zuschläge in jedem Korn einen sehr hohen Anteil an feinen Luftporen haben. Wird Leichtbeton als Baustoff verwendet, so ist dieser sehr gut wärmedämmend. Dies wird ermöglicht dank der geringen Rohdichte. Des Weiteren dämmt Leichtbeton den Schall und ist nicht brennbar. Aufgrund des geringen Gewichts von Leichtbeton ist dieser leicht transportierbar und deswegen ist schnelles und präzises Arbeiten damit möglich, was wiederum für kurze Bauzeiten sorgt. Elemente aus Leichtbeton lassen sich auch sehr leicht in schwierigen Lagen transportieren. Darüber hinaus ist Leichtbeton sehr umweltverträglich. Entweder werden natürliche Stoffe verwendet, oder aber die verwendeten Stoffe sind gesundheitlich unbedenklich und es handelt sich um Recyclingstoffe. Leichtbeton selbst ist auch recycelbar. Durch die wärmedämmende Eigenschaft des Leichtbetons wird Heizenergie gespart und ein Teil zum Umweltschutz beigetragen. Es gibt zwei unterschiedliche Arten des Leichtbetons, den so genannten gefügedichten Leichtbeton mit Kornporosität und den sogenannten haufwerkporigen Leichtbeton. Beim gefügedichten Leichtbeton mit Kornporosität sind die Hohlräume zwischen den Zuschlagskörnern mit Zementleim gefüllt. Dadurch wird dann die bereits oben angesprochene Rohdichte von 600 bis maximal 2.000 Kilogramm pro Kubikmeter erreicht. Bei der entsprechenden Wahl der Zuschläge und des zu verwendenden Zementleims oder dessen Qualität kann sogar eine Festigkeit erreicht werden, die normalerweise Normalbeton hat. Gefügedichter Leichtbeton wird manchmal verwendet bei Brücken und Offshorebauwerken.

Bei Offshorebauwerken handelt es sich um feststehende Bauwerke auf offener See oder vor der Küste, wie zum Beispiel eine Bohrinsel oder Leuchttürme. Beim haufwerkporigen Leichtbeton mit porigen Zuschlägen wird der Zuschlag so gewählt, dass ein möglichst großer Hohlraum zwischen den Körnern entsteht. Beton mit Haufwerkporosität wird so hergestellt, dass die Zuschlagskörner nur umhüllt oder punktweise verkittet werden. Eine andere Bezeichnung hierfür ist der Name Einkornbeton. Die Stein-Rohdichte von haufwerkporigem Leichtbeton beträgt normalerweise um die 400 Kilogramm pro Kubikmeter. Wird dem haufwerkporigen Leichtbeton neuentwickelter Leichtmörtel hinzugegeben und die Kammer- und Schlitzanordnung optimiert, so ist es möglich, die Wärmeleitzahl von Holz zu erreichen oder diese sogar noch zu unterbieten. Diese Art des Leichtbetons wird verwendet bei Mauersteinen, Wandplatten, leichten Trennwänden oder bei Stahlbetondielen für Dach- und Deckenplatten.

 

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