Endlagersuche verschoben

Endlagersuche verschoben
Rückschlag für die Entsorgungssicherheit Deutschlands bei radioaktivem Abfall / Bundesumweltminister Trittin verschiebt die Endlagerfrage auf "St. Nimmerleinstag"

(München) "Aus den bisherigen Untersuchungen hat sich kein einziger Hinweis ergeben, dass der Salzstock in Gorleben ungeeignet wäre", betonte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf nach der heutigen Vorlage des Berichts des "AK-End" in Berlin. Er warf Bundesumweltminister Trittin ideologische Heuchelei vor. Es gehe Trittin nicht um den fachlich besten Standort, sondern darum, die Entscheidung auf die lange Bank zu schieben und "Gorleben" über das fehlende Kriterium einer "gesellschaftlichen Akzeptanz" auszuschließen. In die Erkundung des Salzstocks Gorleben wurden bisher insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro investiert.
Bei der Endlagersuche muss zügig vorangegangen werden. Bayern hat immer die Position vertreten, dass die geologischen Anforderungen ausschlaggebend für die Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle sein müssen. Die Abkehr von naturwissenschaftlichen Kriterien behindert die Endlagersuche in unverantwortlicher Weise und wird dazu führen, dass die Lösung der Entsorgungsfrage auf künftige Generationen abgewälzt wird. Schnappauf wendet sich mit Entschiedenheit dagegen, dass auf diesem Weg die geplanten Zwischenlager an den Kernkraftwerken mit Trittins Zutun zu Dauereinrichtungen werden.

Weitere Informationen: http://www.reaktorsicherheit.bayern.de