Energieeinsparverordnung 2009

Energieeinsparverordnung 2009 schnell umsetzen!

Für Bauherren und Besitzer von Immobilien ist die Energieeinsparverordnung gleichermaßen von Bedeutung. Wer eine Immobilie, vor allem eine Wohnimmobilie, errichtet, für den schreibt die Verordnung bautechnische Standardanforderungen vor, die einen effizienten Energieverbrauch gewährleisten sollen. Seit 2002 ist die Verordnung in Kraft, doch zu viele Bauherren und Immobilienbesitzer haben von ihr noch nichts gehört und werden völlig davon überrascht.

Ständig verändert sich die Gesetzeslage bezüglich der effizienten Nutzung von Energie. Seit der Schaffung der Energieeinsparverordnung im Jahr 2002 ist sie bereits drei Mal überarbeitet worden und auch das Erneuerbare Energien Gesetz (EnEV) unterliegt ständigen Aktualisierungen. Da ist es nicht leicht für den Bauherren oder Besitzer einer Immobilie die aktuelle Lage zu kennen und selbst erfahrene Architekten, Energieberater und Bauträger haben oft Schwierigkeiten dem Tempo der Veränderungen zu folgen. Doch es ist wichtig, die Gesetzeslage zu kennen, ansonsten kann man als Immobilienbesitzer große Probleme bekommen. Bis zum Jahresende 2011 ist es noch möglich, die EnEV 2009 auszuführen.

Sanierungen gefordert

Alle Besitzer von Altbauten, die die Häuser nach dem 01. Februar 2002 übernommen haben und auch selbst in ihnen wohnen, sind von der Energieeinsparverordnung 2009 betroffen und müssen sie noch bis zum Jahresende umsetzen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Ein- oder Zweifamilienhäuser oder Mehrfamilienobjekte handelt. Wer jedoch vor dem Stichtag ein Haus übernommen hat, ist von der Regelung nicht betroffen. Fällt man unter die Verordnung, muss mit hohen Kosten gerechnet werden. Warmwasser- und Heizungsleitungen müssen nachträglich gedämmt werden, falls dies noch nicht geschehen ist. Allerdings gilt diese Regelung nur für freiliegende Leitungen in Räumen ohne Heizung. Trifft dies auf die eigene Immobilie zu, dann kann man die Arbeiten zumindest selber erledigen. Vorgefertigte Ummantelungen sind leicht anzubringen. Richtig teuer wird es für den Hausbesitzer, wenn die Decke zwischen Dach- und Obergeschoss noch nicht gedämmt ist. Ist dies der Fall, so muss ein Fachbetrieb beauftragt werden, der die Arbeiten durchführt. Wenn das Dach komplett gedämmt werden muss, steigen die Kosten noch weiter. Besteht allerdings schon eine Dämmung, besteht kein Zwang diese den neuen Vorschriften anzupassen. Wer über eine alte Heizung verfügt, die vor dem 01. Oktober 1978 eingebaut worden ist, muss diese ebenfalls noch bis zum Ende diesen Jahres austauschen. Allerdings kommt diese Regelung nicht überraschend. Schornsteinfeger waren bereits in den letzten Jahren dazu angehalten worden, Hausbesitzer auf diese Verordnung hinzuweisen. Aber auch wer jetzt neu baut, muss sich an die Richtlinien halten. So ist zum Beispiel der erlaubte jährliche Primärenergiebedarf stark reduziert worden. Verstößt man gegen die Vorschriften, drohen Bußgelder.