EnergieVerein erarbeitet Forderungen an eine zielführende

EnergieVerein erarbeitet Forderungen an eine zielführende
Energieeffizienzpolitik

Berlin (iwr-pressedienst) - Die düsteren Prognosen des jüngsten
UN-Klimaberichts haben die Gefahren eines lebensbedrohlichen Klimawandels
aufgezeigt. Weltweit wird über die geeigneten Maßnahmen zur Verhinderung
der Erderwärmung diskutiert.

In Deutschland wird in manchen Kreisen eine gute Gelegenheit gesehen,
neuerlich den Atomausstieg in Frage zu stellen, obwohl sich in Sachen
Risikostruktur, Proliferationsgefahr und Endlagerung kein neuer Stand
abzeichnet.Dagegen gibt es keine grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten in
Bezug auf die Notwendigkeit einer gesteigerten Energieeffizienz.
Deutschland hat sich in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel
gesetzt, die Energieeffizienz zwischen 1990 und 2020 zu verdoppeln. Die EU
hat 2006 eine neue Richtlinie über Energieeffizienz und
Energiedienstleistungen verabschiedet; sie fordert von den Mitgliedstaaten
die Festlegung eines generellen Energieeinsparrichtwertes.

Energieeffizienz verlangt aber einschneidende Maßnahmen, die Konflikte
mit mächtigen Interessengruppen heraufbeschwören werden. Energieeffzienz
wird häufig im Munde geführt, ohne dass sich eine starke Basis für
entsprechende Forderungen in der Politik bisher herausgebildet hat.
Deshalb muss die Energieeffizienzpolitik in Deutschland auf den Prüfstand.

Der EnergieVerein diskutiert unter dem Arbeitstitel „Der europäische
Aktionsplan für Energieeffizienz – Initialzündung für Deutschland?“
wirkungsvolle Energieeffizienzmaßnahmen. Die maßgeblichen
Effizienzpotentiale werden aufgezeigt und die Umsetzungskonflikte
identifiziert.

In Fortsetzung eines Fachgesprächs vom 28.02.2007 im EnergieForum
Berlin, das in einem Thesenpapier des EnergieVereins mündete, beleuchten
Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf den Berliner Energietagen am 09.
Mai 2007 das Thema in Theorie und Praxis. Dr. Gerd Rosenkranz von der
Deutschen Umwelthilfe stellt eingangs die Defizite in der Energieeffizienz
in der Bundesrepublik Deutschland dar. Herr Stinglwagner vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie berichtet im Anschluss
daran über Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung im europäischen
Kontext. Die Schwerpunkte des europäischen Aktionsplans skizziert Dr.
Jochen Fischer vom Anwaltsbüro Gaßner, Groth, Siederer & Coll. Matthias
Stüwe von den Stadtwerken Jena berichtet kenntnisreich und zugleich
kritisch über die Tätigkeiten der Stadtwerke als Effizienzakteur.
Schließlich beleuchtet Holger Krawinkel vom vzbv Energieeffizienz unter
dem Gesichtspunkt der Verbraucherinteressen. Die abschließende Diskussion
der öffentlichen Veranstaltung wird von Rechtsanwalt Hartmut Gaßner
moderiert.

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