Epoxidharz

Epoxidharz (EP)

epoxidharzbodenbelag kurz nach dem verlegen einbauen als bodenbelag beim neubauEpoxidharz setzt sich aus Polymeren zusammen. Abhängig von deren Reaktionsführung entsteht, wenn man adäquate Härter hinzugibt, ein äußerst fester und chemisch beständiger duroplastischer Kunststoff. Bei Mischung von Epoxidharz und Härter, härtet das anfangs viskose Gemisch in der Regel in einem Zeitraum von einigen Minuten bis Stunden aus, abhängig von der Temperatur und genauen Zusammensetzung.

Die Einsatzmöglichkeiten von Epoxidharzen sind äußerst vielseitig. So kann man sie beispielsweise als Konstruktionsklebstoff benutzen, der im Haushalt, Modellbau und Bootbau nützlich ist. Epoxidharze mit besonderer Einstellung nutzt man als Metallkleber. Zur Produktion von Steinteppichen und Mörtel aus Kunststoffbasis dient der Kunststoff ebenso wie für die Reparatur und Beschichtung von Beton und für Industriefußböden. Darüber hinaus ist Epoxidharz günstig als Anstrich und als schwerer Korrosionsschutz, beispielsweise für die Stahlkonstruktion und den Schiffbau. In der elektrischen Tauchlackierung nutzt man Epoxidharze und auch als Bindemittel für diverse Anstrichstoffe. Kombiniert mit Phenolharzen bilden sich Innenschutzlackierungen für diverse Verpackungsmittel. Wenn man Rohre saniert, vor allem das Innere von Fußbodenheizungen oder Trinkwasserleitungen, kommt ebenfalls Epoxidharz zum Einsatz. Darüber hinaus fertigt man aus Epoxidharz Mineralgussstellen für den Maschinenbau und Bauteile im Gussverfahren. Man vergießt mit Epoxidharz auch elektrische Bauteile, um für Korrosionsschutz und Isolation zu sorgen. Weitere Verwendungszwecke von Epoxidharz sind als Ionenaustauschersäulen im Bereich der Chemie und als Trägermaterial in der Bildenden Kunst. Die Plastination setzt ebenfalls Epxidharz ein. Des Weiteren fertigt man aus dem Kunststoff Wärmeleitpasten und er fungiert als Matrixmaterial zur Produktion von Faserbundbauteilen, welche man im Yachtbau, Motorsport und auch in der Luft- und Raumfahrt braucht.