Ethylen-Tetrafluorethylen (ETFE)

Bei Ethylen-Tetrafluorethylen, kurz ETFE, handelt es sich um ein fluoriertes Copolymer, das sich aus den Monomeren Ethylen und Tetrafluorethylen zusammensetzt.

Es ist ein vielseitiger, hoch moderner Baustoff. Chemisch betrachtet ist ETFE ein PTFE-Derivat. Im Handel kann man es unter den Bezeichnungen Dyneon® ETFE (Dyneon), Fluon® ETFE (Asahi Glass) sowie Tefzel® (DuPont) erwerben.  Wichtig ist, dass ETFE von Experten verbaut wird.

Man verwendet ETFE seit längerer Zeit als Beschichtungsmaterial. Von Vorteil ist dabei seine Resistenz selbst gegenüber aggressiven Chemikalien. Behälter und Geräte mit ETFE werden schon lange benutzt, ebenso kommt das Material im Bereich der Elektrotechnik zur Isolation zum Einsatz. Neuerdings dient es auch immer häufiger als Baumaterial. Als gängiges Beispiel für ein Gebäude, das aus ETFE-Polstern errichtet wurde, ist die Allianz-Arena zu nennen. Erbaut wurde diese aus nahezu 3000 ETFE-Kissen. Ethylen-Tetrafluorethylen nutzt man außerdem zum Überdachen von Gebäuden. Der Baustoff lässt ein perfektes Klima entstehen, so lassen sich Energiekosten enorm reduzieren. Man setzt ETFE daher auch zur Wärmedämmung, Fassadenverkleidung, als Sonnenschutz und zur Gewinnung von Solarenergie ein. Sehr günstig ist die selbstverlöschende Wirkung des Materials, die es für den Brandschutz prädestiniert.

Folien, die aus diesem Kunststoff gefertigt werden, haben ein niedriges Eigengewicht. Zudem sind sie sehr UV- und lichtdurchlässig. Weitere Vorteile des Materials sind seine Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit. Es hält jahrzehntelang und muss dabei weder gepflegt noch gereinigt werden. Optisch und ästhetisch ist es ebenfalls sehr ansprechend. ETFE lässt sich für viele Gestaltungsmöglichkeiten individuell einsetzen und ist sogar in diversen Farbtönen verfügbar. Der Baustoff ist außerdem umweltfreundlich.