EU-Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke notwendig

EU-Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke notwendig
Umweltminister Schnappauf: EU-Vorstoß für gemeinsame Sicherheitsstandards von Bayern initiiert

(München) "Wir drängen darauf, dass die EU gemeinsame Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke noch vor der EU-Osterweiterung schafft", betonte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute. Nach seinen Worten sollten Kernkraftwerke, die diese Sicherheitsstandards nicht einhalten, abgeschaltet werden. Schnappauf bezog sich dabei besonders auf das tschechische Kernkraftwerk Temelin und die Forderung des Bayerischen Ministerrates, Temelin vom Netz zu nehmen, solange die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Den Vorstoß der Vizepräsidentin der EU-Kommission Loyola de Palacio, gemeinschaftliche EU-Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke zu schaffen, begrüßte Schnappauf nachdrücklich. In Gesprächen mit der EU-Kommissarin hatte Schnappauf mehrfach die Notwendigkeit gemeinschaftlicher europäischer Sicherheitsstandards dargestellt. Er erinnerte daran, dass Bundesumweltminister Trittin erst auf Drängen Bayerns auf diese Linie eingeschwenkt ist. Eine verbesserte Sicherheit der Kernkraftwerke in den Beitrittstaaten komme allen zugute. Schnappauf sprach sich daher dafür aus, dass der EU-Ministerrat zügig die Vorschläge der EU-Kommission übernimmt.
Darüber hinaus unterstützte er auch Forderungen der EU, dass die Mitgliedsstaaten ehest möglich Endlager für die sichere Lagerung radioaktiven Abfalls schaffen sollten. Eine Verschiebung auf St. Nimmerleinstag wie sie jetzt mit den standortnahen Zwischenlagern in Deutschland erfolgen soll, hilft zwar grünen Ideologen, verlagert aber nur die Lösung auf nachfolgende Generationen.

Weitere Informationen: http://www.reaktorsicherheit.bayern.de