Faserbeton

Zusammensetzung von Faserbeton

Faserbeton wird aus Beton in Kombination mit anderen Fasern gewonnen. Diese werden beim Mischvorgang beigemengt, was mitunter zu einer Verbesserung der Nachzugfestigkeit führt. Auch eine positive Steigerung im Bereich des Bruch- und Rissverhaltens ist zu beobachten. Vor allem die besonders gute Zugfestigkeit ist der Grund dafür, dass dieses Material so beliebt ist. Es gibt eine sehr hohe Anzahl an Faserarten, welche in das Beton eingelagert werden können und auch werden. Einige sind zum Beispiel Glasfasern, Stahlfasern oder Kunststofffasern.

Seine Eigenschaften und Verwendung
Bei einer starken Zugbelastung, beispielsweise durch Last oder Zwang, kommt es bei normalem Beton zu groben Rissen im Material. Die vielen kleinen Risse, werden schon bald zu einem großen, welcher – um die Stabilität des Bauwerks zu versichern – teure Instandsetzungsarbeiten erfordert. Oder, wenn es nicht mehr zu retten ist, muss der Abrissdienst beansprucht und bezahlt werden. Ganz anders verhält sich da der Faserbeton, denn wenn in diesem Risse entstehen, dann führt dies zu einer Spannungsumlagerung. Somit wird die Stabilität des Bauwerks und die Sicherheit der umhergehenden Passanten gewährleistet. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass durch die erhöhte Zugfestigkeit, auch die Tauglichkeit sowie die Belastbarkeit ansteigen. Und durch diese verbesserten Eigenschaften wird es je nach Land unterschiedlich eingesetzt. Innerhalb Deutschlands, verwendet man es am häufigsten für Fundamentplatten des Wohnungsbaus und bei der Errichtung von Kellern. Anders ist dies allerdings in der Schweiz, dort wird es am meisten für den Bau von Tunneln verwendet oder zur Absicherung ihrer Baugruben. Am häufigsten – in allen Ländern – wird es für Industrieböden verwendet, denn durch die fehlenden baurechtlichen Einschränkungen bietet sich das Material dort gut an.

Viele Experten sind der Meinung, dass in Zukunft dieses Material sehr viel häufiger eingesetzt werden wird. Weiterhin denken sie, dass noch lange nicht alle Verwendungsmöglichkeiten entdeckt und ausgekostet wurden, denn sie sind der Meinung, dass sich dieses Material für alle Bauwerke eignet, welche starken Witterungen über eine längere Zeit ausgesetzt sind. Beispielsweise sind da die Brückenbauten zu nennen. Doch trotz dieser Wetterfestigkeit gibt es einen großen Kritikpunkt, welcher bei den meisten Bauvorhaben einen Strich durch die Rechnung macht. Dieser Punkt ist der Preis, denn dieser ist durch die komplizierte Herstellungsweise von Faserbeton ziemlich hoch. Aus diesem Grund können es sich die wenigsten Bauherren leisten, mit Faserbeton zu bauen, beziehungsweise bauen zu lassen. Viele Firmen für Industrieböden werben mit verschiedenen Parolen für das teure Material. Einige aufgegriffene Aspekte sind zum Beispiel, dass auf Baustahl verzichtet werden kann und somit auch die Kosten für die Verlegung von diesem gespart werden. Weiterhin werben sie mit der Tatsache, dass durch die geringere Wartungshäufigkeit die Betriebskosten niedriger ausfallen.