Faserbeton

Faserbeton ist der Begriff für Beton, welchem Glas, Stahl oder Kunststoff hinzugefügt wird, was folglich das Riss- und Bruchverhalten verbessert. In der Regel beträgt der Fasernanteil zwischen 0,4 Prozent und 3 Prozent des Volumens, wobei sich die Länge der Fasern, so wie die Dicke und Geometrie je nach der Eigenschaft und den Erfordernissen richtet. Wichtig bei der Herstellung des Faserbeton ist der richtige Mischprozess, wobei die Fasern gleichmäßig verteilt sein sollten, damit die spätere Bildung schädlicher Risse ausbleibt. Die meisten Fasertypen müssen maschinell vereinzelt werden vor der Zugabe. Stahlfasern und Polypropylenfasern können direkt der Betonmischung hinzugefügt werden. Durch die Fasern wird allerdings der Wasseranspruch erhöht, wobei der Zementleimgehalt erhöht werden sollte, was jedoch zur Verschlechterung der Verarbeitbarkeit führt. Eine Begrenzung vom Grobkornanteil ist wichtig für die ausreichende Beimischung der Fasern und die geringen Faserabstände. Die Möglichkeiten für den Einsatz von Faserbeton sind von den jeweiligen Materialeigenschaften abhängig. In den meisten Fällen findet die Einsetzung von Stahlfasern statt, beispielsweise bei Industriefussböden, Fahrbahnplatten, Brückenplatten, temperaturschockbelastbare Flugzeugpisten so wie beim Tunnel- und Stollenbau. Glasfasern werden meist bei Fassadenelementen, Deckenelementen, Pflanzentröge und bei Lärmschutzwänden benutzt. Polypropylenfasern verbessern die Grünstandfestigkeit von Schutzmörteln, Reparaturmörteln und Verputz. Sonstige Kunststofffasern werden aus Kostengründen und schlechter Alkalibeständigkeit für Spezialanwendungen benutzt.

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