Fertigbau: Niedrigenergiehäuser sind Gebot der Stunde Förderung auch 2001 fortsetzen

Fertigbau: Niedrigenergiehäuser sind Gebot der Stunde Förderung auch 2001 fortsetzen

Bad Honnef. “Energiepreise auf Höchstniveau und massive Ökosteuer-Belastung fordern von der Politik Umdenken und schnelles Handeln in vielen Bereichen. Dazu gehört dringender denn je auch die weitere Förderung von Niedrigenergiehäusern”, so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau. “Angesichts der aktuellen Preisentwicklung bei Heizöl und Gas wäre es eine energiepolitische Fehlentscheidung, die Förderung von Niedrigenergiehäusern im Rahmen des Eigenheimzulagengesetzes zum Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Im Gegenteil: Die richtige Antwort auf die augenblicklichen Probleme wäre eine Erhöhung des Förderrahmens.”Ein modernes Niedrigenergiehaus verbraucht im Jahr nur ca. 6 l Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit unterschreiten diese Häuser die Anforderungen der gültigen Wärmeschutzverordnung um 25 Prozent.

Klaas: “Die Fertigbaubranche ist in Sachen Energieeinsparung federführend, denn unsere Mitglieder bauen Niedrigenergiehäuser inzwischen standardmäßig. Wie uns das Bundesbauministerium mitteilte, werden jährlich rund 22.000 Häuser dieses Bautyps gefördert. Betrachtet man unseren Marktanteil, so ergibt sich, dass diese Häuser zu fast 100 Prozent Holzfertighäuser sind.”

Doch damit nicht genug: Die Holzfertigbaubranche ist den Zeichen der Zeit weit voraus. Denn die Häuser der BDF-Mitgliedsunternehmen sind längst auch für künftige schärfere Anforderungen in Sachen Energieeinsparung gerüstet. Die sogenannte “Energieeinsparverordnung” mit strengen Regelungen zum Energieverbrauch hatte die Branche ursprünglich bereits für dieses Jahr erwartet. Klaas: “Leider ist es dem Gesetzgeber bis jetzt nicht gelungen, dieses wichtige Vorhaben umzusetzen. Allein aus umweltpolitischen Gründen ist es daher unerlässlich, in der Übergangszeit bis zum Inkrafttreten der Verordnung die Förderung von Niedrigenergiehäusern im Rahmen des Eigenheimzulagengesetzes fortzuführen.”