Fertigbaubranche stellt Anforderungskatalog an den künftigen Bundesbauminister Eigenheimbau bricht weg
Zur Benennung des neuen Bundesbauministers erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Dirk-Uwe Klaas:
Der Rücktritt von Reinhard Klimmt ist für unsere Branche kein Verlust. Eine durchdachte und langfristig angelegte klare Baupolitik hat es unter diesem Minister nicht gegeben. Umso größer sind die Anforderungen, die jetzt an seinen Nachfolger, Kurt Bodewig, gestellt werden. Es ist hohe Zeit, dass die Bundesregierung den Blick endlich wieder auf die Baubranche richtet. Die Basisdaten für diesen wichtigen Wirtschaftszweig sind in diesem Jahr alles andere als rosig. Erstmals ist auch der Ein- und Zweifamilienhausbau mit Einbrüchen bei den Baugenehmigungszahlen von über 20 Prozent von der konjunkturellen Schwäche der gesamten Branche betroffen. Rückendeckung und Unterstützung aus dem Bundesbauministerium sind daher unerlässlich. Der BDF fordert daher den künftigen Bauminister unter anderem auf:
- sich schnellstens für die Einbeziehung des Wohneigentums in das Altersvermögensaufbaugesetz einzusetzen,
- die Einkommensgrenzen für die private Eigenheimförderung, die im letzten Jahr reduziert wurde, wieder rückgängig zu machen,
- die Höherbewertung vorhandenen Grundbesitzes im Rahmen der Grundsteuerreform bis 2005 zu verhindern,
- die von seinen Vorgänger angedachte Kürzung der Eigenheimzulage für Neubauten zu den Akten zu legen,
- die ständig neu aufkommenden Diskussionen um eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer endgültig zu stoppen.
Es ist leider bezeichnend, dass in der Öffentlichkeit zur Zeit nur von dem neuen Verkehrsminister gesprochen wird. Kurt Bodewig übernimmt ein Doppelministerium. Er muss die Vernachlässigung des Bauressorts stoppen.


