Feuchtigkeit Schimmel und Mietminderung

Feuchtigkeit

Eindringende Feuchtigkeit durch ein Fenster führte zu Schimmel in einer vermieteten Wohnung. Nachdem der Mieter sich beim Vermieter beschwert hatte, jedoch keine Reaktion erfolgte, reduzierte er die Miete um 10 % rückwirkend auf die letzten drei Monate, nachdem er dies dem Vermieter mitgeteilt hatte. Der Vermieter akzeptierte dies nicht, sondern versuchte gerichtlich die volle Mietzahlung zu erreichen. Vor Gericht bekamen beide teilweise Recht. Das Gericht berief sich auf zwei Urteile. Das Amtsgericht hatte bereits geurteilt, dass ein Mietnachlass von 20 % gerechtfertigt ist, wenn die eindringende Feuchtigkeit in den Wohnräumen Schimmel verursacht. Das Amtsgericht Gotha hatte in einem anderen Urteil bestätigt, dass eine rückwirkende Mietminderung nur dann möglich ist, wenn der Mieter die Mietzahlung ausdrücklich "unter Vorbehalt" geleistet hat. Allein die Ankündigung einer Mietminderung reicht nicht aus.