Flachpressplatte

Flachpressplatten nennt man auch Spanplatten.

Dies ist die größte Untergruppe bei den Holzspanwerkstoffen. Spanplatten setzen aus aus beleimten Stäben in verschiedenen Größen zusammen, die man in drei bis maximal fünf Schichten so verpresst, dass Mehrschichtplatten entstehen. In der Regel sind die Außenschichten der Platten aus feinem Spanmaterial, insbesondere wenn aus ihnen Möbel gebaut werden. Man produziert Flachpressplatten aus Holzresten, gebrauchtem Holz und Durchforstungsholz. Um die Späne miteinander zu verbinden, wird Klebstoff eingesetzt. Beim Pressen braucht man zudem Trenn- und Netzmittel. Gelegentlich werden auch Feuer- und Pilzschutzmittel verwendet, die die Platten für Sonderanforderungen geeignet machen. Flachpressplatten sind bei Weitem nicht so fest wie Vollholz, verfügen allerdings über ein ähnliches Quell- und Schwindverhalten.

Spanplatten sind das wichtigste Erzeugnis der Holzwerkstoffindustrie Deutschlands, die wiederum europaweit die größte ist. Im Jahr 2008 lag die Produktion von Spanplatten deutschlandweit bei 7,5 Millionen Kubikmetern. Etwa die Hälfte davon wurde von der Möbelindustrie verwendet. Auch die Baubranche ist ein großer Abnehmer, sie benutzt die Platten für den Innenausbau. Oft lassen sich die Spanplatten für dieselben Zweck wie Sperrholz gebrauchen und sind zudem kostengünstiger als Sperrholz. Aus diesem Grund werden sie gern verwendet, obwohl Sperrholz fester und formstabiler ist.

Man unterscheidet unterschiedliche Arten von Spanplatten. Platten mit der Bezeichnung P1 setzt man im Trockenbereich für leichte Verkleidung ein. P2-Platten nutzt man im Trockenbereich für den Möbelbau sowie den Innenausbau. Platten mit Namen P3, P5 und P7 kommen im Feuchtbereich zum Einsatz und P4 und P6 Platten im Trockenbereich. Je höher die Zahl, desto höher ist die Belastbarkeit der Platte.