Frage zu Perlite

Frage:
Schon bald wird in unserem Reihenhaus der Estrich verlegt. Im Detail sieht der Bodenaufbau wie folgt aus: 25 cm dicke Bodenplatte, 9 cm dicke Schüttung, Tackermatte für die Fußbodenheizung, 7 cm Heizstrich. Unser Estrichleger hat nun gemeint, dass die Perlite zementgebunden bis zu einer Schütthöhe von höchstens 5 cm eingebaut werden dürften. Sonst würde es zu Setzungen im Boden kommen. Außerdem möchte er Kunstharz in die Perlite mischen. Er hat uns auch erzählt, dass es noch eine weitere Variante gibt, die allerdings ziemlich viel kostet. Das wäre eine Isofloor-Schüttung. Diese ist bereits komplett fertig vermischt, wodurch das Risiko von Setzungen ausgeschlossen werden kann. Als Trittschalldämmung soll es obendrein fungieren. Das hört sich ja schon alles sehr gut an, deshalb tendieren wir momentan wirklich zur letzten Variante. Was sagen die Experten dazu?

Antwort:
Man kann eigentlich nicht sagen, dass eines der Systeme prinzipiell besser ist. Es gibt ja zementgebundene Polystyrol-Ausgleiche von den verschiedensten Anbietern. Wie gut die Ausgleiche sind, hängt vom verwendeten Ausgleichsmaterial ab. Es gibt Systeme, die zusammendrück- und belastbar sind.

Zementgebundene Ausgleichsmörtel sind nur in einem Punkt ungünstig: in Sachen Feuchtigkeit. Diese muss zunächst trocknen, bevor man mit dem Aufbau fortfahren kann. Hier liegen kunstharzgebundene Ausgleichsmörtel klar im Vorteil. Da man in den Mörtel keine Feuchtigkeit einbaut, kann der Bodenaufbau bereits am nächsten Tag fortgesetzt werden. Wobei diese Variante eben auch viel teurer ist.