Gehört ein Ablauf in den Keller?

Frage:
Unser Haus wird mit der – zumindest wie wir bisher dachten – fachkundigen Hilfe eines Architekten gebaut. Jetzt melden sich jedoch erste Zweifel an den Kenntnissen des Guten an. Gestern haben wir bemerkt, dass unser Keller als weiße Wanne ausgeführt wird und es nicht einen einzigen Bodenablauf gibt. Also wirklich gar keinen, noch nicht einmal im Waschraum. Muss da nicht unbedingt einer hin? Weiß jemand, ob es dazu eine Vorschrift gibt? Und lässt sich der im Nachhinein noch anbringen? Hoffentlich wissen Sie Rat!

Antwort:
Nun aber mal mit der Ruhe. So schnell sollten Sie das Vertrauen in Ihren Architekten nicht aufgeben. Eine Vorschrift bezüglich des Bodenaufbaus gibt es nämlich tatsächlich nicht. Im Gegenteil ist es eher so, dass ein Ablauf in einer ansonsten wasserdichten Bodenplatte stets einen potentiellen Schadenspunkt darstellt. Daher werden mittlerweile mehr und mehr Häuser ohne Abflüsse im Keller errichtet. Das einzige, was im Waschraum und in allen anderen Räumen mit Wasseranschluss vorhanden sein muss, ist ein Abfluss, ein offener Ablauf ist dagegen wirklich nicht vonnöten. Oft liegen die öffentlichen Kanäle sogar über der Unterkante des entsprechenden Kellers. In einem solchen Fall wäre es sogar unpraktisch, einen Bodenablauf einzurichten, da dann das Wasser erst mühsam mit einer Pumpe nach oben befördert werden müsste.