Probleme mit dem Fußbodenaufbau


Frage:
Liebes Forum,
wir brauchen dringend einen fachkundigen Rat. Wir planen, ein Kfw-40-Haus zu bauen. Der Depp von Architekt hat den Bodenaufbau im Erdgeschoss falsch geplant. Vorgesehen waren nur 11 cm und das reicht nun nicht für alles aus, der Fußboden müsste mindestens 3 cm dicker sein. Was zur Folge hat, das jetzt händeringend nach provisorischen Lösungen gesucht wird. Nun hat der Estrichleger uns vorgeschlagen, dass wir 3 cm dicke Dämmung verlegen lassen sollten, anschließend 2 cm dick Ankerplatten. Diese Platten sollen dort, wo die Wasserrohre sind, ausgeschnitten werden und mit Folie überzogen. Dazu muss ich sagen, dass die Leitungen wahrlich kreuz und quer angebracht wurden, der Sinn davon entschließt sich uns nicht wirklich. Schon allein dadurch, dass die Leitungen vielfach übereinander verlaufen, ist der ganze Aufbau doch viel höher! Wie auch immer, über dieser Schicht kann dann die Verlegung der Fußbodenheizung erfolgen und anschließend der Estrich. Inklusive Fliesen würde eine Gesamthöhe von 12,5 cm erreicht werden – also ein nur geringes Übermaß, dessen Ausgleich gut möglich wäre.

Wir sind nun natürlich nur Laien und haben keinen rechten Schimmer, was von diesen Vorschlägen zu halten ist, inwieweit sie der Norm entsprechen oder ob wir dabei mit Problemen rechnen müssten. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn sich hier jemand dazu äußern könnte und uns ein wenig beraten könnte. Wie sieht es zum Beispiel mit der Wärmedämmung aus? Und mit dem Trittschall? Ist beides bei dem beschriebenen Bodenaufbau ausreichend vorhanden? Könnte jemand vielleicht sogar ein besseres System vorschlagen?

Antwort:
Eine Katastrophe! Eine wahre Katastrophe! Sie sind ja wirklich an einen Haufen „Experten“ geraten, meinen Glückwunsch auch. Leitungen sollten soweit möglich ohne Kreuzungen verlegt werden. Wenn wirklich eine Kreuzung nötig ist, ist es gang und gäbe, sie im Beton auszustemmen. So läuft das zumindest auf den Baustellen, auf denen ich bisher gearbeitet haben. Nach den Leitungen müsste eine Ausgleichsschicht erfolgen, dann der Trittschall und anschließend der Estrich. Professionell ist der Fußbodenaufbau wie ihn der Estrichleger realisieren will also keinesfalls. Eher ein Provisorum, eine Lösung auf Teufel komm raus. Gut, wenn Sie mich fragen, ist der erste Schritt sowieso, sämtliche Leitungen noch mal rauszureißen und vernünftig verlegen zu lassen!